Feuerwehr Neckarsulm schreibt Bedarfsplan bis 2025 fort

Neu- und Ersatzbeschaffungen im Umfang von 784.000 Euro geplant

Die Freiwillige Feuerwehr Neckarsulm mit ihren drei Abteilungen kann den Brandschutz der Bevölkerung und die Technische Hilfeleistung auf örtlicher und überörtlicher Ebene rund um die Uhr gewährleisten. Um die Leistungsfähigkeit in gleichem Umfang aufrecht zu erhalten, muss die Feuerwehr jedoch in den kommenden fünf Jahren zusätzliche Mitglieder gewinnen. Zu diesem Ergebnis gelangt die zweite Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans 2020, die der Gemeinderat zustimmend zur Kenntnis nahm. Mittelfristig empfiehlt der aktuelle Bedarfsplan Neu- und Ersatzbeschaffungen im Umfang von 784.000 Euro.

Der Bedarfsplan dokumentiert den aktuellen Stand der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr Neckarsulm und definiert die erforderlichen Mittel zur Gefahrenabwehr. Er wird alle fünf Jahre fortgeschrieben. Auch die zweite Fortschreibung stammt von Fabian Müller, dem Leiter der Integrierten Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr Stuttgart. Der Verfasser ist langjähriges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Neckarsulm und erläuterte den aktuellen Bedarfsplan im Gemeinderat.

Bei der Gesamtpersonalstärke stellt der Bedarfsplan ein Defizit von 16 Feuerwehrangehörigen fest. Die Personalstärke ist nahezu konstant und liegt derzeit bei 104 Mitgliedern. Benötigt werden vor allem weitere Atemschutz-Geräteträger. Außerdem besteht weiterhin Bedarf im hauptamtlichen Bereich, der analytisch zu betrachten ist. Insgesamt wird empfohlen, eine Arbeitsgruppe „Personalerhaltung und -gewinnung“ zu gründen. Sie soll ein ganzheitliches Personalkonzept entwickeln, um neue Feuerwehrangehörige mit gezielten Maßnahmen zu werben sowie den Aufgabenumfang im hauptamtlichen Bereich zu analysieren. Im Ergebnis könnte daraus der Bedarf für eine weitere hauptamtliche Stelle resultieren.

Abteilungen der Jugendfeuerwehr sollen zusammengelegt werden  

Auch ehrenamtlichen Nachwuchs zu gewinnen, stellt eine wachsende Herausforderung dar. Die Mitgliederzahlen der Jugendfeuerwehr, aus der die Feuerwehr die meisten neuen Mitglieder für den aktiven Dienst rekrutiert, sind leicht rückläufig. Daher schlägt der Bedarfsplan vor, die bislang getrennten Jugendabteilungen Neckarsulm/Dahenfeld und Obereisesheim zusammenzulegen. Dann könnte die Ausbildung nach Altersgruppen getrennt und effizienter gestaltet werden. Denkbar wäre eine Trennung in Kinder bis 14 Jahre, die spielerisch an Feuerwehrthemen herangeführt werden, und Jugendliche ab 15 Jahren, die sich bereits auf die Übernahme in den aktiven Einsatzdienst vorbereiten.

Zentraler Bestandteil des Bedarfsplans sind die Neu- und Wiederbeschaffungsmaßnahmen. Neu zu beschaffen ist ein zweiter Mannschaftstransportwagen zum Personen- beziehungsweise Materialtransport. Dieses Kleinfahrzeug soll abteilungsübergreifend eingesetzt werden und unter anderem zum regelmäßigen Transport von Mitgliedern der gemeinsamen, größeren Jugendabteilung dienen.

Als zweites geländegängiges Fahrzeug soll ein Gerätewagen-Transport mit Trupp-Kabine beschafft werden. Dieses Logistikfahrzeug ersetzt den 35 Jahre alten Schlauchwagen vom Typ SW 2000.

Logistikkonzept wird mit neuen Rollwagenmodulen weiterentwickelt

Mit dem neuen Gerätewagen-Transport kann auch das bestehende Logistikkonzept der Feuerwehr weiterentwickelt werden. Neu geplant sind drei Rollwagenmodule „Unwetter“, je eines pro Abteilung, drei Rollwagenmodule „Vegetationsbrand“, die bei der Abteilung Neckarsulm stationiert werden, und drei Rollwagenmodule „Poolkleidung“ für den abteilungsübergreifenden Einsatz. Die Poolkleidungsmodule ermöglichen den Einsatzkräften, kontaminierte Einsatzkleidung direkt an der Einsatzstelle zu wechseln.

Für dieses Jahr vorgesehen ist die noch ausstehende Beschaffung des Abrollbehälters „Energie“. Diese Maßnahme wurde bereits mit dem Bedarfsplan 2015 beschlossen. Der Abrollbehälter kommt im Rahmen des Wechsellader-Systems zum Einsatz und beinhaltet einen großen Stromgenerator sowie einen Rollwagen mit kleineren Stromerzeugern, Flutlichtstrahlern und Lichtmasten. Mit dieser Ausrüstung kann die Feuerwehr im Falle eines großflächigen Stromausfalls die Energieversorgung provisorisch wieder herstellen. Schließlich soll der vorhandene VW Caddy durch einen neuen kleinen Gerätewagen-Transport ersetzt werden.

Nicht weiterverfolgt wird die Ersatzbeschaffung des Mehrzweckbootes (MZB) der Abteilung Neckarsulm und die Neubeschaffung des Abrollbehälters (AB) „Unterkunft/Führung“, die ursprünglich in Zusammenarbeit mit dem Landkreis vorgesehen war. Beide Maßnahmen waren in der ersten Fortschreibung des Bedarfsplans 2015 enthalten.

Das MZB wurde inzwischen generalüberholt und kann weiter eingesetzt werden. Anstelle des AB „Unterkunft/Führung“ kann im Bedarfsfall der Abrollbehälter „Aufenthalt“ oder „Führung“ der Feuerwehr Heilbronn angefordert werden. Durch den Verzicht auf diese beiden Beschaffungen können insgesamt 80.000 Euro einspart werden.

Darüber hinaus enthält der aktuelle Bedarfsplan Vorschläge, um die bauliche Situation zu verbessern. So wird empfohlen, das Feuerwehrhaus Obereisesheim bis 2025 zu erweitern. Um die Zufahrt zur Feuerwache Neckarsulm in der Seestraße zu erleichtern, soll eine Neuarrondierung geprüft werden. Die Zufahrt könnte mittelfristig über das städtische Grundstück Seestraße 5 führen. Dies böte die Möglichkeit, die Halle Nord im Bereich der bestehenden Zufahrt um einen Stellplatz für Abrollbehälter zu erweitern.  Quelle Text: (snp)            

Berufsfeuerwehr-Tag

Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Neckarsulm. Am Samstag, den 19.10.2019, begann um 9.00 Uhr in der Feuerwache Neckarsulm ein spannender Tag. In den folgenden 24 Stunden kamen einige Einsätze, die schon ungeduldig erwartet wurden, auf die Jugendfeuerwehr-Mitglieder zu. Während es für einige Jugendfeuerwehrler das letzte Mal war, da diese im Herbst die Grundausbildung für ihre aktive Dienstzeit absolvierten, sind die meisten das erste Mal bei so einer 24-Stunden-Übung dabei. Nachdem vor den Spinden die Einteilung auf die Fahrzeuge erfolgte, begann der Theorieunterricht im Unterrichtsraum über den dreiteiligen Löschangriff. Nach wenigen Minuten aber ertönte schon der Gong über die Lautsprecheranlage mit der Einsatzmeldung: „Verletzte Person in Garten“. Daraufhin rückten die beiden Einsatzfahrzeuge HLF und MTW zur Einsatzstelle aus. Dort erwarteten die jungen „Einsatzkräfte“ zwei Personen, die sich bei Baumschneidearbeiten verletzt hatten. Um diese den rutschigen Hang herunter zu transportieren, kam eine Schleifkorbtrage zum Einsatz. Bei den Einsätzen wurde das „Einsatzgeschehen“ hin und wieder durch die Betreuer unterbrochen und die Zeit dafür genutzt, hilfreiches Wissen zu verschiedenen Gerätschaften oder Vorgängen zu vermitteln. So kam der Spaß nicht zu kurz und trotzdem konnte viel Neues gelernt werden. Das Mittagessen wurde gemeinsam mit der Abteilung Obereisesheim in der Feuerwache eingenommen. Kurz darauf kam ein sehr umfangreicher Einsatz auf die Jugendlichen der Abteilungen Neckarsulm, Obereisesheim und Dahenfeld zu. In einem brennenden und verrauchten Obergeschoss einer Halle wurden vier Personen vermisst, während nebenan ein weiteres Gebäude brannte. Gemeinsam konnten alle Beteiligten die große (fiktive) Einsatzlage unter Kontrolle bringen und die Personen über den Treppenraum retten. Nachmittags galt es, bei einem angenommenen Verkehrsunfall, eine Person unter einem Fahrzeug mit Hebekissen zu befreien. Eine andere eingeklemmte Person wurde mittels Schere und Spreizer aus dem verunfallten PKW gerettet. Diese körperlich anstrengende Tätigkeit wurde den Jugendfeuerwehrlern eindrucksvoll vermittelt. Auch nach diesem Einsatz gab es eine Nachbesprechung, bei der jeder nochmal eine Übersicht über die Einsatzstelle erhalten konnte. Bei Einbruch der Dunkelheit brannte es in einem Haus im Stadtteil Obereisesheim. Eine Gasflasche wurde geborgen und im Haus konnte jeder einmal die „Nullsicht“ in verrauchten Gebäuden erleben. Bei den Aufräumarbeiten setzte Regen ein, sodass das Abendessen im Feuerwehrhaus der Abteilung Obereisesheim eine gute Stärkung für die Nacht war. Zwischenzeitlich wurden auch die Feldbetten im Jugendfeuerwehrraum aufgebaut, wonach es zum Filmschauen und Zusammensitzen ging. Jedoch wurde der Film von einem Fehlalarm unterbrochen, aber das gehört natürlich ebenfalls dazu! Nach dem einsatzfreien Ruhen wurden die Jugendlichen um 6 Uhr morgens zu einer brennenden Tonne auf einem Speditionsgelände alarmiert. Diese wurde erfolgreich abgelöscht. Anschließend gab es Frühstück, die Fahrzeuge, Gerätschaften   und Räume wurden geputzt und aufgeräumt um alles für die aktiven Einsatzkräfte wieder sauber und einsatzklar zu machen. Nun haben die Nachwuchskräfte einen Eindruck davon, was ihre Vorbilder im Einsatzalltag erwartet: Eine durchaus anstrengende und unplanbare Arbeit, die ohne Kameradschaft und Zusammenhalt nicht funktioniert. Ein besonderer Dank gilt den Betreuern, die viel Zeit und Arbeit investierten, um so eine reibungslose 24-Stunden-Übung zu ermöglichen. Die Freude auf den nächsten Berufsfeuerwehrtag unter den Jugendlichen ist groß. Gemeinsam hatten alle Angehörigen der Jugendfeuerwehr Neckarsulm riesigen Spaß und werden noch einige Zeit vom Erlebten zehren!

Text: Justus Traub

Bilder: Jugenfeuerwehr Neckarsulm

Neues Medienteam der Feuerwehr Neckarsulm

Im Dezember 2019 wurde für die Öffentlichkeitsarbeit der Gesamtfeuerwehr Neckarsulm ein neues Medienteam aufgestellt. Mitglieder aus den Abteilungen Neckarsulm, Dahenfeld und Obereisesheim betreuen unter der Führung von Robin Wallrath den Internetauftritt und die Social Media Kanäle (Instagram, Facebook und YouTube).

Wir, das Team der Öffentlichkeitsarbeit, freuen uns auf die bevorstehenden Aufgaben und versuchen durch unsere Arbeit allen Usern, Abonnenten und Lesern das Thema Feuerwehr und alles rund um die Feuerwehr Neckarsulm interessant darzustellen.

Anfragen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Social Media können unter presse@feuerwehr-neckarsulm.de eingereicht werden.

Das Team stellt sich vor:

Robin W.

Truppführer in der Abteilung Neckarsulm, als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit ist er der Kopf des Medienteams. Zu seinen Aufgaben gehört die Betreuung, Organisation und die interne Strukturiering im Medienteam. Er ist der direkte Ansprechpartner für die Führung der Feuerwehr Neckarsulm.

Harin S.

Truppmann in der Abteilung Neckarsulm, als stellvertretender Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit. Zusätzlich ist er im Medienteam als Redakteur für Fotoaufnahmen und deren Bearbeitung zuständig.

Rico K.

Truppmann in der Abteilung Dahenfeld, als Webmaster liegt seine Verantwortung in der Betreuung und Programmierung  der Internetseite und den Social Media Kanälen (Instagram, Facebook, Youtube).

Benjamin E.

Gruppenführer und Stellv. Abteilungskommandant der Abteilung Dahenfeld, als Redakteur ist er im Medienteam für Berichte und Fotos zuständig.

Katrin L.

Truppfrau in der Abteilung Obereisesheim, als Redakteurin ist sie im Medienteam für Berichte und Fotos zuständig.

Michael K.

Gruppenführer in der Abteilung Obereisesheim, als Redakteur ist er im Medienteam für Berichte und Fotos zuständig.

Andreas V.

Truppführer in der Abteilung Neckarsulm, als Redakteur ist er im Medienteam für Berichte und Fotos zuständig.

Internetseite in neuem Design

Vier Monate an Arbeit liegen hinter dem neuen Mediateam. Mit frischem Look und neuem Design wurde die Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Neckarsulm heute offiziell online gestellt. Neue Fahrzeugbilder, bessere Lesbarkeit und einfachere Bedienung sind die Hauptänderungen. Aktuelle Informationen, die neuesten Einsätze und mehr gibt es alles und nach Möglichkeit immer topaktuell. Auch auf Instagram, Facebook und Youtube gibt es Informationen und Neuigkeiten über die Feuerwehr Neckarsulm.

Viel Spaß bei Ihrem Besuch auf feuerwehr-neckarsulm.de

Weihnachtsmarkt 2019

Ein Weihnachtsmarkt ohne Glühwein oder den Geruch von Bratwürsten? Unvorstellbar!

Zum Anlass des diesjährigen Weihnachtsmarktes, bot die Freiwillige Feuerwehr Neckarsulm erneut ihren traditionellen Glühwein- und Imbissstand an. Die Feuerwehr durfte sich über die zahlreichen Besucher freuen, die ihre Glühweintassen klingen ließen und sich vom Geruch der Bratwürste haben anziehen lassen. Die weihnachtliche Stimmung lag spürbar in der Luft des Neckarsulmer Marktplatzes. Die Feuerwehr Neckarsulm bedankt sich bei allen Gästen, sowie allen Helfern der Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr für die Unterstützung beim Auf- und Abbau am Weihnachtsmarkt. Wir freuen uns Sie im nächsten Jahr wieder herzlich begrüßen zu dürfen!
Im Sinne der anstehenden Feiertage wünscht Ihnen die Freiwillige Feuerwehr Neckarsulm eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

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Jahresbericht 2017

Feuerwehr Neckarsulm bewältigt immer komplexere Einsätze

Unwetterereignisse auch 2017 auf hohem Niveau

Die Freiwillige Feuerwehr Neckarsulm war auch im Einsatzjahr 2017 wieder extrem gefordert. Mit 420 Einsätzen sah Kommandant Wolfgang Rauh die Belastung der ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen „an der Schmerzgrenze“. Auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im katholischen Gemeindehaus St. Paulus berichtete Wolfgang Rauh über den Stand der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr und blickte auf das Einsatzgeschehen im vergangenen Jahr zurück. „Die Einsätze werden immer komplexer und schwieriger“, stellte der Kommandant fest. Vor allem die Unwettereinsätze beschäftigten die Einsatzkräfte der Feuerwehr wieder stark. In diesem Bereich werden die Einsätze nicht mehr pro Unwetter- oder Sturmereignis gezählt, sondern nach der Anzahl der einzelnen Einsätze infolge eines Unwetters. So lässt sich das Ausmaß der Unwettereinsätze genauer abbilden: 101-mal musste die Feuerwehr im Berichtsjahr ausrücken, um Unwetterschäden durch Sturm zu beseitigen (2016: 71 Einsätze). Mit insgesamt 239 Einsätzen zur technischen Hilfeleistung, zu der auch die Unwettereinsätze zählen, hat sich diese Zahl auf hohem Niveau stabilisiert. 42 Einsätze galten der Rettung von Menschenleben. Insgesamt konnte die Feuerwehr 19 Menschen aus bedrohlichen oder lebensgefährlichen Situationen retten. Drei Personen wurden tödlich verletzt. In den Reihen der Feuerwehr verletzte sich ein Mitglied leicht. Die Zahl der Brandfälle stieg geringfügig um vier auf 67 Einsätze. Die Feuerwehr löschte 47 Kleinbrände, einen Mittelbrand und einen Gebäudegroßbrand, der sich im Mai 2017 in Obereisesheim ereignete. 18-mal leisteten die Mitglieder der Neckarsulmer Feuerwehr bei Bränden Überlandhilfe.

Spezialgerät kommt bei Unwetter zum Einsatz

Für die steigenden Anforderungen ist die Feuerwehr Neckarsulm bestens gerüstet. Bereits 2016 hat die Feuerwehr damit begonnen, die einzelnen Abteilungen mit Spezialgerät für Unwettereinsätze auszurüsten. Mittlerweile verfügen die Abteilungen Obereisesheim und Dahenfeld über je einen Modulwagen „Unwetter“ mit Wassersaugern und Tauchpumpen sowie je ein Unwettermodul „Strom/Beleuchtung“. Bei der Abteilung Neckarsulm sind jeweils zwei dieser Module im Einsatz.

Neu in Neckarsulm stationiert ist einer von zwei Gerätewagen-Messtechnik, die der Landkreis Heilbronn beschafft hat. Darüber hinaus stellt die Neckarsulmer Wehr im Mai ein neues Löschfahrzeug vom Typ LF 10 in Dienst. Zu den im Haushalt 2018 geplanten Ersatz- beziehungsweise Neubeschaffungen gehören je ein Gerätewagen-Transport für die Abteilungen Obereisesheim und Dahenfeld, ein Abrollbehälter Energie/Sandsack sowie ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF 20 zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung.

Aber auch der „Faktor Mensch“ rückt immer mehr in den Mittelpunkt des Einsatzgeschehens, wie Kommandant Rauh betonte. Über gezielt ausgebildete Einsatzkräfte verfügen unter anderem die Fachgruppen „Messtechnik“, „Elektrotechnik“, „Fernmeldegruppe“, „Führungsgruppe“, „Türöffnungsgruppe“ und„Ausbildung-Übungsdienst“.  Diese Fachgruppen verdeutlichen, dass es laut Wolfgang Rauh „heute bei weitem nicht mehr ausreicht, allein den Standard des dreiteiligen Löschangriffs zu kennen“.

OB Hertwig: „Feuerwehr ist ein ganz besonderes Ehrenamt“

„Der Ausbildungsstand der Neckarsulmer Feuerwehr wird weit über die Stadtgrenzen hinaus gelobt“, bestätigte Oberbürgermeister Steffen Hertwig. Er selbst habe beim Besuch der Dienstversammlung der Landkreis-Feuerwehren erlebt, „welch hohes Ansehen die Neckarsulmer Wehr außerhalb der Stadtgrenzen hat“. Die Bereitschaft, zu jeder Tag- und Nachtzeit zum Einsatz auszurücken und dabei Leben und Gesundheit zu gefährden, zeichne die Feuerwehr als ganz besonderes Ehrenamt aus. „Sie retten Menschen, schützen ihr Hab und Gut und helfen, wo Hilfe benötigt wird.“ Dafür dankte der OB den Mitgliedern der Feuerwehr auch im Namen des Gemeinderates und der Neckarsulmer Bevölkerung. „Es ist ein gutes Gefühl für die Bürger zu wissen, dass die Feuerwehr immer zur Stelle ist.“  Hochachtung, Respekt und Anerkennung zollte auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Uwe Thoma der Feuerwehr Neckarsulm. Er überbrachte die Grüße des Landkreises und dankte den Neckarsulmer Einsatzkräften für das 2017 geleistete Pensum. Der Jahresbericht zeige, „wie wichtig eine so schlagkräftige Wehr ist“. Die Neckarsulmer Kameraden leisteten über die Stadtgrenzen hinaus auch im Überlandeinsatz wertvolle Hilfe. „Ich persönlich könnte mir unseren Landkreis ohne die Feuerwehr Neckarsulm nicht vorstellen“, erklärte Uwe Thoma. In welchem Maße sich die Neckarsulmer Bürgerinnen und Bürger auf ihre Feuerwehrleute verlassen können, wurde einmal mehr bei der Ehrung der langjährigen Mitglieder deutlich. Als besonders engagierter und pflichtbewusster Feuerwehrmann wurde Hauptlöschmeister Edgar Mattes geehrt. Vize-Kreisbrandmeister Uwe Thoma zeichnete den Dahenfelder Gruppenführer mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn aus. Zudem erhielt Edgar Mattes aus den Händen von OB Hertwig das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold für 40 Jahre aktive Dienstzeit. Das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für 25 Dienstjahre ging an Löschmeister Georgios Kontidis sowie die Hauptfeuerwehrmänner Jan Donaubauer, Michael Fessler und Michael Wieland.

Als wertvolles Reservoir für junge Nachwuchskräfte erwies sich wieder die Jugendfeuerwehr. Von den zehn neuen Mitgliedern, die Wolfgang Rauh neu verpflichtete, wechselte die Hälfte von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst. Neuer Jugendsprecher und Vorsitzender des Jugendfeuerwehrausschusses ist Florian Brecht. Er wurde ebenso wie seine beiden Stellvertreter Justus Traub und Marvin Coroforte 2017 neu ins Amt gewählt. Der Jugendfeuerwehrausschuss fungiert als Bindeglied zwischen der Jugendfeuerwehr und der aktiven Wehr. Wer mehr über die Feuerwehr Neckarsulm und das aktuelle Einsatzgeschehen erfahren möchte, kann sich auf der neu gestalteten Homepage im Internet unter feuerwehr-neckarsulm.de informieren. (snp)

Busunternehmen Zartmann neuer Partner der Feuerwehr

Neuer Partner der Feuerwehr ist das Neckarsulmer Busunternehmen E. Zartmann GmbH & Co. KG. Das Unternehmen hat die Außenhülle eines 18 Meter langen Gelenkbusses kostenlos als Werbefläche zur Verfügung gestellt, um neue Feuerwehrmitglieder zu gewinnen. Der Bus ist im gesamten Landkreis unterwegs und wirbt mit Botschaften wie „Mach mit“, „Werde jetzt aktiv“, „Wir suchen Dich“, „Komm zur Jugendfeuerwehr“ für das Feuerwehr-Ehrenamt. (snp)

Bildunterzeilen:

(Bild „Ehrungen“) Auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Neckarsulm wurden Mitglieder für jahrzehntelangen aktiven Dienst geehrt: Vize-Kommandant Markus Kiy und OB Steffen Hertwig (v. li.) mit den Geehrten (v. li.) Edgar Mattes, Michael Fessler, Michael Wieland, Jan Donaubauer, Georgios Kontidis, Vize-Kommandant Ludwig Zoll und Kommandant Wolfgang Rauh.

(Bild „Ehrung Mattes“) Vize-Kreisbrandmeister Uwe Thoma (re.) überreichte mit Kommandant Wolfgang Rauh (li.) die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn an Hauptlöschmeister Edgar Mattes.

(Bild „Neuaufnahmen“) Im Rahmen der Jahreshauptversammlung verpflichtete Kommandant Wolfgang Rauh (li.) neue Mitglieder für den aktiven Dienst: (v. li.) Manuel Wurster, Jan Waglöhner, Delio Beck, Emanuel Hazidis, Harin Shivashankar, Wassili Adamidis, Benjamin Selle, Luka Krotki und Tim Zartmann. Auf dem Foto fehlt Michael Deckert.