Alle Beiträge von Benjamin E.

Internetseite in neuem Design

Vier Monate an Arbeit liegen hinter dem neuen Mediateam. Mit frischem Look und neuem Design wurde die Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Neckarsulm heute offiziell online gestellt. Neue Fahrzeugbilder, bessere Lesbarkeit und einfachere Bedienung sind die Hauptänderungen. Aktuelle Informationen, die neuesten Einsätze und mehr gibt es alles und nach Möglichkeit immer topaktuell. Auch auf Instagram, Facebook und Youtube gibt es Informationen und Neuigkeiten über die Feuerwehr Neckarsulm.

Viel Spaß bei Ihrem Besuch auf feuerwehr-neckarsulm.de

Taktik Tipp – Türkeil Karabiner

Ein Angriffstrupp im Feuerwehreinsatz benötigt heute einiges an Ausrüstungsgegenständen die zum Bekämpfen eines Feuers (z.B. Wohnungsbrand) notwendig sind.

Dazu zählen Wärmebildkamera, Schlauchtragekorb/Schlauchpaket, Rauchverschluss usw.

Zusätzliche Ausrüstung bedeutet gleichzeitig mehr an Gewicht und benötigt dann auch mehr Platz zum Verstauen (ca. 35 kg trägt jeder Angriffstrupp an Ausrüstung – inkl. Persönlicher Schutzausrüstung – mit sich).

Vom Problem zur Idee:

Ein neues Problem brachte eine Hauptübung vor einigen Jahren mit sich. Bei dieser gab es Herausforderungen durch die Gebäudestruktur, weite Eindringtiefen und viele Türen im Inneren. Da sich die Türen immer wieder automatisch schlossen wurde beim Vorgehen des Trupps die Schlauchleitung ständig blockiert.

Ein selbstentwickelter  „Türkeil – Karabiner“  brachte hierzu die Lösung.

Türkeile aus Holz wurden mit einer reißfesten Kordel verbunden. Am anderen Ende der Kordel wurden Klettbänder angebracht. Diese dienen als Befestigung am Karabiner. Der große Vorteil dieser Befestigung ist nun die simple Handhabung im Einsatz. Durch einfaches Ziehen an den Keilen lassen diese sich unkompliziert vom Karabiner lösen und nach dem Einsatz auch wieder montieren.

Fixiert wird der Karabiner am Atemschutzgerät vom Truppmann. Eine leichte Handhabung ist somit vom gesamten Trupp möglich. Der Truppmann oder auch der sich dahinter befindliche Truppführer löst durch zurückgreifen (ähnlich wie die Bewegung beim Aufdrehen der Atemschutzflasche) einen Türkeil vom Karabiner.

Somit kann durch geringen Aufwand im Einsatzfall schnell und zeitsparend gearbeitet werden. Dies führt zu einer Erleichterung der Arbeit im Trupp.

In der Feuerwehr Neckarsulm sind diese „Türkeil – Karabiner“ auf den ersten ausrückenden Löschfahrzeugen verlastet. Die in diesem Bericht wiedergegebenen Bilder zeigen die Keile der Abteilung Dahenfeld und stehen hier als Beispieldarstellung.

Atemschutzparcours – Training für den Einsatz

Einen Übungsdienst zu gestalten ist relativ einfach. Man greift ein Thema auf und vermittelt es den Teilnehmern als praktische oder theoretische Aufgabe.

Die Kunst liegt nun darin den Übungsdienst attraktiv und interessant zu vermitteln, ohne dabei den „Roten Faden“ des Lernzieles zu verfehlen.

Im vergangenen Übungsdienst der Abteilung Dahenfeld, versuchte man nun das Thema Atemschutz und Fitness, neu zu kombinieren. Es wurde auf dem Gelände des Feuerwehrhaus Dahenfeld ein Parcours mit insgesamt 7 Stationen aufgebaut. Jede Station war vom Inhalt an Einsatzsituationen angelehnt.

Unter anderem mussten die Trupps Schaummittelbehälter in das 1. OG transportieren und wieder zurück bringen, Hindernisse überwinden, mit Wasser gefüllte C-Schlauchleitungen und Lkw Räder über eine gewisse Distanz ziehen.

Nach dem ersten Durchgang mit insgesamt 4 Trupps, wurde eine kurze Pause eingelegt, da der zweite, anschließende Durchgang unter Zeit durchgeführt wurde. Im Schnitt brauchten die Trupps pro Durchgang ca. 6 Minuten an Zeit und 110 – 130 bar Luft aus der Atemschutzflasche.

Insgesamt gab es durchweg positives Feedback über die Kombination aus Atemschutz und Fitness in einem Übungsdienst. Somit steht einer Wiederholung nichts im Wege. 

Zugübung fordert Einsatzkräfte

Am 11. März fand eine Zugübung auf dem landwirtschaftlichen Hof von Ansgar Kühner in Dahenfeld statt. Einsatzkräfte aus allen drei Abteilungen (Dahenfeld, Neckarsulm, Obereisesheim) wurden im Thema Technische Hilfeleistung gefordert.

Für die ersteintreffenden Kräfte stellte sich folgende Lage dar: Radlader fuhr gegen PKW. Nach dem Zusammenstoß konnte ein Mähdrescher nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der PKW wurde zwischen Radlader und Mähdrescher verkeilt. Im PKW wurden zwei Personen eingeklemmt. Der Fahrer des Mähdreschers erlitt in Folge des Verkehrsunfall einen Herzinfarkt.

Nach Lageerkundung des Zugführers und kurzer Besprechung mit dem Führungspersonal, wurden die Fahrzeuge auf die Einsatzabschnitte eingeteilt.

Einsatzabschnitt 1: Hier war das LF10 Dahenfeld mit dem RW Neckarsulm für die Befreiung der beiden verletzten Personen aus dem verunfalltem PKW eingesetzt. Zuerst musste ein Zugang ins Innere des PKW geschaffen werden. Zeitgleich wurden Sicherungsmaßnahmen am Radlader vorgenommen. Mit hydraulischen Rettungsgeräten konnten die Personen schonend und zügig befreit werden.

Einsatzabschnitt 2: Das LF10 Obereisesheim und das HLF Neckarsulm mussten die Rettung des Mähdrescherfahrer übernehmen. Der erste Trupp leitete sofort eine Reanimation in der Kabine des Mähdreschers ein. Hierbei zeigte sich die Schwierigkeit der beengten Platzverhältnisse im Inneren. Die restlichen Einsatzkräfte bereiteten in dieser Zeit am Aufstieg des Mähdreschers den Aufbau einer Plattform vor. Auch hier wurde die Rettung des Fahrers zügig durchgeführt.

Einsatzabschnitt 3: Während der Rettungsarbeiten wurde dann von der Übungsleitung mit Hilfe einer Nebelmaschine ein Brand im Heckbereich des Mähdreschers simuliert. Hier wurden mehrere Trupps mit Atemschutz eingesetzt, da während der Löscharbeiten ein simulierter Atemschutznotfall mit eingebaut wurde. Auch hier musste wieder eine Rettungsplattform am Aufstieg gebaut werden um dann mittels Schleifkorbtrage die Rettung durchzuführen.  Somit waren die eingesetzten Kräfte im Einsatzabschnitt 2 doppelt gefordert.

Im Anschluss hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, einen Mähdrescher mal aus der Nähe zu betrachten.

Ein Dankeschön an Ansgar Kühner der uns seinen Hof und die Maschinen zur Verfügung gestellt hat und die Firma Postupka für das Bereitstellen eines PKW.

Fachgruppe Elektro in Dahenfeld

Im regulären Übungsdienst stellte sich die Fachgruppe Elektro in der Abteilung Dahenfeld vor. Siegfried Kern erläuterte die Themen Elektrofahrzeuge, Gefahren an der Einsatzstelle durch Strom, Vorgehensweise der Fachgruppe an der Einsatzstelle  und der richtige Umgang der elektrisch betriebenen Geräte auf dem LF 10 am Standort Dahenfeld.

Beim Thema Elektrofahrzeuge, das in Zukunft die Feuerwehren immer mehr vor Herausforderungen stellt, verfügt die Feuerwehr Neckarsulm schon heute über eine sogenannte Batterie Endladeeinheit. Die ermöglicht es  bei Unfällen mit E-Fahrzeugen die vorhandene Batterie fachgerecht Vorort zu prüfen und dementsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Auch bei der Prüfung von Hausinstallation Leitungen und Steckdosen kann die Fachgruppe auf Modernste Messtechnik zurückgreifen. Gerade bei Unwetterlagen kann hier in kürzester Zeit eine vorhandene Hausinstallation auf Defekte geprüft und somit die Sicherheit für die Einsatzkräfte sicher gestellt werden.

Die Feuerwehr Abteilung Dahenfeld bedankt sich bei Siegfried Kern für den interessanten Themenabend.

Belastungen und Stresssituationen an der Einsatzstelle

Zum Thema „Belastungen und Stresssituationen an der Einsatzstelle“ referierten Roland Schmitt (ASB  Heilbronn) und Karin Rauh (Feuerwehr Neckarsulm) im regulären Übungsdienst im Feuerwehrhaus Dahenfeld.

Hierbei stellten die Referenten auch die 2008 gegründete  und unter dem Dach des ASB Heilbronn-Franken laufende Psnv (Psychosoziale Notfallversorgung) Gruppe vor. Arbeitsabläufe der Gruppe nach schweren Ereignissen wurden hierbei erläutert und vorgestellt. Wie geht man nach solchen Ereignissen als Einsatzkraft um? Was sind die typischen Symptome? Was kann ich im Einzelfall tun? Ansprechpartner? Wie geht es nach dem Einsatz weiter? Alles wurde an diesem Übungsabend angesprochen und punktuell erklärt.  Wichtige Erkenntnisse im Umgang mit Stresssituationen und was macht Stress eigentlich mit „Jemandem“? Auch im Alltag, Beruflich oder in der Familie.

Insgesamt ein sehr interessanter und lehrreicher Übungsabend war es  für alle Teilnehmern der Abteilung Dahenfeld.

Vielen Dank nochmal an Roland Schmitt und Karin Rauh

Link zur Psnv Gruppe HN:  Hier klicken

Sicherer Umgang mit Druckgasbehältern

Informationen für Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung

Druckgasbehälter wie Flüssiggas- oder Acetylenflaschen können Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung ernsthaft gefährden, denn bei zu starker Erwärmung besteht die Gefahr, dass sie „zerknallen“. Der Zerknall einer Flüssiggas- oder Acetylenflasche geht mit einer Druckwelle, einem Feuerball und Trümmerflug einher. Solche Ereignisse haben in der Vergangenheit schon häufig zu schweren oder tödlichen Verletzungen geführt. Um das Risiko im Einsatz zu minimieren, haben Fachleute unter der Leitung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) Einsatzhinweise erarbeitet. Sie sind in zwei überarbeiteten DGUV Informationen zusammengefasst.

Nähere Informationen Link klicken:

Hier geht es zur DGVU

Interessanter Themenabend im THW

Im regulären Übungsdienst der Feuerwehr Abteilung Dahenfeld fand ein interessanter Themenabend im THW Widdern statt.

Zugführer Thorsten Oberst informierte über die Strukturen und Aufgaben des THW in Deutschland und im Landkreis Heilbronn. Im Anschluss konnte die Unterkunft und die am Standort Widdern vorhanden Technik begutachten werden. Auf zwei Fachgruppen hat man sich technisch und mit 43 aktiven Einsatzkräften spezialisiert ( Fachgruppe Elektro und 1. Bergung mit Abstützsystem Holz / Einsatzgerüstsystem).

Danke an das THW Widdern vertreten durch Thorsten Oberst, Frank  Zenth und Jens Landsgesell für die Einladung.

Taktik Tipp – Schlauchtragekorb

Im Einsatz zählt jede Sekunde. Durch intensive Aus- und Fortbildungen werden Abläufe und Vorgehensweisen im Einsatzfall verinnerlicht und geübt. Beim Thema Schlauchmanagement, hier speziell mit den Schlauchtragekörben, gibt es aber in jeder Feuerwehr verschiedenste Ausführungen in der Vorgehensweise die aber meistens zeitlich gesehen einen Nachteil beim verlegen der Schlauchleitung haben. Es dauert in den meisten Fällen zu lange bis die Schlauchleitung vom Trupp verlegt wurde.

Im Internet finden sich hierzu mehrere Möglichkeiten, wie man schnell und Effektiv den Schlauchtragekorb einsetzen kann. In der Abteilung Dahenfeld verwenden wir erfolgreich seit fast fünf Jahren die sogenannte „7-2-Go“ Methode die in diesem Artikel näher beschrieben wird. Erklärung „7-2-Go“: Wortspiel „seven to go“, Sieben Dinge die man hierfür benötigt (siehe nächster Abschnitt)

Was wird benötigt:
1x Schlauchtragekorb
3x C-Schlauch (Farbe egal)
3x Markierung (Wir verwenden gelbes Isolierband. Wäscheklammern oder Kreide geht auch)

Schlauchtragekorb bestücken:

    1. Schlauchtragekorb komplett Öffnen.
    2. Alle drei C-Schläuche nebeneinander ausrollen und doppelt gelegt liegen lassen.
    3. Die Mitte von jedem der drei C-Schläuche mit Hilfe des Isolierbandes/der Wäscheklammern oder der Kreide markieren.
      Bild für Schritt 1-3
    4. Erste Kupplung im Schlauchtragekorb positionieren.
    5. Schlauch in Tragekorb in Buchten bis zur Markierung (Isolierband/Wäscheklammer/Kreide) einlegen (Bild beachten!).
    6. Schlaufe einlegen und Korb bis zum letzen C-Schlauch bestücken.

Beim Verlegen der Schlauchleitung mit dem Schlauchtragekorb nun wie folgt vorgehen:

  1. Korb-Klappe öffnen
  2. Korb auf Klappe längs legen und wieder aufstellen (Schlauch sollte nun auf Klappe liegen)
  3. Die drei Schlaufen werden aufgenommen und ca. 7 Meter rückwärts gezogen (Siehe Bild)
  4. Schlauchleitung an Verteiler und Hohlstrahlrohr anschließen. Wasser marsch!

Der Große Vorteil dieser Methode liegt ganz klar in der Verkürzung der benötigten Zeit. Innerhalb weniger Sekunden hat man somit 45 Meter Schlauchleitung in perfekten Buchten gelegt. Auch die Kupplungen sind alle im vorderen Bereich liegend, was gerade bei Einsätzen in Treppenhäusern von Wohnungen oder Treppenaufgängen von Wohnhäusern vorteile mit sich bringt (Schlauch läuft besser mit und Kupplungen verkeilen sich weniger an Ecken und Kanten).

Sonnwendfeuer in Dahenfeld

Am 23.6 fand das diesjährige Sonnwendfeuer des MC-Extraprall statt. Hierbei stellte die Abteilung Dahenfeld den Sicherheitswachdienst. Trotz Fussball WM war einiges los im Gewann Banholz in Dahenfeld. Gegen 21.50 Uhr wurde das Feuer dann entzündet. Besondere Vorkommnisse gab es nicht und so konnte gegen 1.00 Uhr die Abteilung Dahenfeld den Wachdienst wieder beenden. Aufgrund der Trockenheit und hohen Temperaturen, wurde im regulären Übungsdienst zwei Tage später, zur Sicherheit die Feuerstelle nochmals komplett abgelöscht.