Neuer GW-T der Abteilung Obereisesheim

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Die Feuerwehr-Abteilung Obereisesheim verfügt seit November 2020 über ein neues Fahrzeug: den Gerätewagen Transport (GW-T). Dieser ersetzt ab sofort den Mannschaftstransportwagen (MTW), einen VW T4.

Der Iveco Daily, welcher von der Junghanns Fahrzeugbau GmbH zum GW-T ausgebaut wurde, verfügt über eine Mannschaftskabine und einen ca. 6m² großen Kofferaufbau. Somit können nicht nur sieben Einsatzkräfte Platz nehmen, sondern es steht zudem genügend Kapazität für Geräte und Einsatzmittel zur Verfügung. Dadurch bietet der GW-T einige Vorteile im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Mannschaftstransportwagen (MTW), welcher vorrangig der Personenbeförderung diente.

Im Aufbau finden mehrere Rollwagenmodule Platz, die (je nach Bereich) mit Einsatzmitteln und Geräten bestückt sind. In Obereisesheim sind aktuell bzw. demnächst sieben dieser Rollwagenmodule vorhanden:

  •  1x Unwetter:
    Dieses Modul beinhaltet beispielsweise eine Kettensäge, sowie zusätzliche Schutzausrüstung und Tauchpumpen, welche im Falle eines Sturms oder Unwetters zusätzlich benötigt werden.
  • 4x Schlauch:
    Jeder dieser vier Modulwagen ist mit B-Schläuchen in Länge von 500m bestückt, die eine Wasserförderung über lange Wegstrecken (2 km!) ermöglichen. Die Schläuche sind zusammengekoppelt, in Buchten verstaut und können während des Fahrens vom GW-T aus verlegt werden.
  • 1x Tragkraftspritze:
    Ergänzend zu den Modulwägen mit den Schläuchen steht ein Modul mit einer Tragkraftspitze – einer Pumpe, die in der Wasserentnahme oder als Verstärkerpumpe zum Einsatz kommt – samt dazugehörigen Armaturen zur Verfügung.
  • 1x Licht/Energie:
    Dieser Modulwagen ist mit zahlreichen Gerätschaften zur Einsatzstellenausleuchtung und einem Stromgenerator ausgestattet.

Weitere Module sind im Haushaltsplan vorgesehen bzw. in der Planung.

Über eine hydraulische Ladebordwand können die Module je nach Einsatzszenario auf dem GW-T verlastet und an die Einsatzstelle verbracht werden. Somit ist die Abteilung Obereisesheim flexibel und für alle Einsatzbereiche der Feuerwehr ausgerüstet.

Der GW-T ist mit einem 180 PS starken Motor ausgestattet, der mit einem Wandler-Automatikgetriebe zu fahren ist. Zuschaltbare Schleuderketten sorgen auch bei Schnee und Eis für sicheres Fahren.

Zur Einsatzstellenabsicherung sind am Heck des Fahrzeuges neben Blaulicht, LED-Warnblitzer und Arbeitsscheinwerfer angebracht. Seitlich ist eine LED-Umfeldbeleuchtung installiert.

Die Einweisung in das neue Einsatzfahrzeug wurde unter der Federführung des Abteilungskommandanten Werner Seufer durch Michael Knobloch, Jan Seufer, Stefan Weybrecht und Timo Freyer an zahlreichen Terminen – mit Abstand, mit Mund-Nasenschutz, mit maximal vier Teilnehmern – im November und Dezember 2020 professionell durchgeführt.

Das baugleiche Fahrzeug ist seit April 2020 bei der Abteilung Dahenfeld stationiert.

Eine offizielle Übergabe des Fahrzeuges konnte pandemiebedingt noch nicht stattfinden. Seine Feuerprobe konnte der GW-T bereits bestehen: So kam er Anfang Dezember 2020 beim Brand einer Gartenhütte bereits zum Einsatz.

Umgang mit der Motorsäge

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Motoren kreischen, Sägespäne fliegen – ganz klar, hier sind Motorsägen im Einsatz.

Die Bilder zeigen, wie der letzte Übungsdienst in der Abteilung Obereisesheim ablief. Manuel K. (Ausbilder für Motorsägen-Lehrgänge und Waldvorarbeiter) war zu Gast und schulte die Obereisesheimer Kameradinnen und Kameraden im Umgang mit der Motorsäge.

Motorsägen kommen bei der Feuerwehr meist nach Sturmschäden zum Einsatz, wenn Bäume umgefallen sind und beseitigt werden müssen. Sie finden auch Anwendung bei Bränden, wie beispielsweise beim Öffnen von Holzverkleidungen oder Türen. Die Schwierigkeit dabei: Es wird nicht auf „herkömmliche“ Weise ein Baum gefällt oder Ast abgesägt. Oftmals steht das Holz unter Spannung – eine falsche Herangehensweise kann zu fatalen Folgen führen. Daher müssen Feuerwehrleute besonders gut mit einer Motorsäge umgehen können.

Der Übungsdienst beinhaltete einen theoretischen sowie praktischen Teil. Nach einigen Grundlagen zum Thema Sicherheitseinrichtungen, Schutzkleidung und Vorgehensweise, durften die Kameradinnen und Kameraden das Erlernte in die Praxis umsetzen. Auf einem Aussiedlerhof waren bereits mehrere Baumstämme vorbereitet, an denen sich die Feuerwehrleute ausprobieren konnten. Während die Jüngeren langsam mit der Motorsäge vertraut gemacht wurden, beschäftigten sich die Erfahrenen mit verschiedenen Sägetechniken sowie dem Sägen unter Spannung. Somit konnte jeder etwas Neues dazu lernen oder seine Kenntnisse vertiefen.