Neuer GW-T der Abteilung Obereisesheim

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Die Feuerwehr-Abteilung Obereisesheim verfügt seit November 2020 über ein neues Fahrzeug: den Gerätewagen Transport (GW-T). Dieser ersetzt ab sofort den Mannschaftstransportwagen (MTW), einen VW T4.

Der Iveco Daily, welcher von der Junghanns Fahrzeugbau GmbH zum GW-T ausgebaut wurde, verfügt über eine Mannschaftskabine und einen ca. 6m² großen Kofferaufbau. Somit können nicht nur sieben Einsatzkräfte Platz nehmen, sondern es steht zudem genügend Kapazität für Geräte und Einsatzmittel zur Verfügung. Dadurch bietet der GW-T einige Vorteile im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Mannschaftstransportwagen (MTW), welcher vorrangig der Personenbeförderung diente.

Im Aufbau finden mehrere Rollwagenmodule Platz, die (je nach Bereich) mit Einsatzmitteln und Geräten bestückt sind. In Obereisesheim sind aktuell bzw. demnächst sieben dieser Rollwagenmodule vorhanden:

  •  1x Unwetter:
    Dieses Modul beinhaltet beispielsweise eine Kettensäge, sowie zusätzliche Schutzausrüstung und Tauchpumpen, welche im Falle eines Sturms oder Unwetters zusätzlich benötigt werden.
  • 4x Schlauch:
    Jeder dieser vier Modulwagen ist mit B-Schläuchen in Länge von 500m bestückt, die eine Wasserförderung über lange Wegstrecken (2 km!) ermöglichen. Die Schläuche sind zusammengekoppelt, in Buchten verstaut und können während des Fahrens vom GW-T aus verlegt werden.
  • 1x Tragkraftspritze:
    Ergänzend zu den Modulwägen mit den Schläuchen steht ein Modul mit einer Tragkraftspitze – einer Pumpe, die in der Wasserentnahme oder als Verstärkerpumpe zum Einsatz kommt – samt dazugehörigen Armaturen zur Verfügung.
  • 1x Licht/Energie:
    Dieser Modulwagen ist mit zahlreichen Gerätschaften zur Einsatzstellenausleuchtung und einem Stromgenerator ausgestattet.

Weitere Module sind im Haushaltsplan vorgesehen bzw. in der Planung.

Über eine hydraulische Ladebordwand können die Module je nach Einsatzszenario auf dem GW-T verlastet und an die Einsatzstelle verbracht werden. Somit ist die Abteilung Obereisesheim flexibel und für alle Einsatzbereiche der Feuerwehr ausgerüstet.

Der GW-T ist mit einem 180 PS starken Motor ausgestattet, der mit einem Wandler-Automatikgetriebe zu fahren ist. Zuschaltbare Schleuderketten sorgen auch bei Schnee und Eis für sicheres Fahren.

Zur Einsatzstellenabsicherung sind am Heck des Fahrzeuges neben Blaulicht, LED-Warnblitzer und Arbeitsscheinwerfer angebracht. Seitlich ist eine LED-Umfeldbeleuchtung installiert.

Die Einweisung in das neue Einsatzfahrzeug wurde unter der Federführung des Abteilungskommandanten Werner Seufer durch Michael Knobloch, Jan Seufer, Stefan Weybrecht und Timo Freyer an zahlreichen Terminen – mit Abstand, mit Mund-Nasenschutz, mit maximal vier Teilnehmern – im November und Dezember 2020 professionell durchgeführt.

Das baugleiche Fahrzeug ist seit April 2020 bei der Abteilung Dahenfeld stationiert.

Eine offizielle Übergabe des Fahrzeuges konnte pandemiebedingt noch nicht stattfinden. Seine Feuerprobe konnte der GW-T bereits bestehen: So kam er Anfang Dezember 2020 beim Brand einer Gartenhütte bereits zum Einsatz.

Jahresbericht 2020 der Feuerwehr Neckarsulm

2020 – ein Jahr wie kaum ein anderes zuvor. Kein Thema war in diesem Jahr so präsent wie das Coronavirus SARS-CoV-2. Das Virus stellte auch die Feuerwehr auf eine harte Probe: Hygienekonzepte vor, während und nach dem Einsatzdienst, fehlende Übungsdienste und ausfallende Weiterbildungen. Dennoch war es ein Jahr mit einem breiten Spektrum an verschiedenen Einsätzen. Vom Brandmeldealarm über technische Hilfeleistungen bis hin zu Tierrettungen war alles im Programm.

Zu Beginn des Jahres, am 23.01.2020, wurde die Feuerwehr Neckarsulm zu einem Gartenhüttenbrand alarmiert. Vor Ort zeigte sich schnell, dass nicht nur eine, sondern gleich vier aneinander angrenzende Gartenhütten in Vollbrand standen. Das Feuer konnte zügig gelöscht werden und ein Übergreifen auf weitere Gartenhütten – und somit auch ein höherer Schaden – verhindert werden.

Mit einem Feuer ging das Jahr in den kalten Wintermonaten weiter. So wurde die Feuerwehr Neckarsulm am 14.02.2020 zur Unterstützung beim Brand eines mit Gefahrgut beladenen LKW auf der B293 zwischen Gemmingen und Eppingen alarmiert. Im Einsatz waren die Fernmeldegruppe mit dem ELW2 und die Fachgruppe Messtechnik der Feuerwehr Neckarsulm. Noch während die Kameraden auf der B293 im Einsatz waren, erreichte eine weitere Alarmierung mit dem Stichwort „LKW-Brand“ die Feuerwehr Neckarsulm. Dieses Mal ging es zusammen mit der Feuerwehr Weinsberg auf die BAB6. An der Einsatzstelle eingetroffen bot sich den Kameraden eine Lage, bei welcher so mancher sicherlich Lust auf ein Käsefondue bekam. Ein mit Käse voll beladener Sattelzug stand komplett in Brand. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, letztendlich konnte das Feuer jedoch durch die gute Zusammenarbeit der beiden Feuerwehren gelöscht und der riesige Käseklumpen mit einem Bagger Stück für Stück zerlegt werden.

 

Im Mai 2020 war das Coronavirus bereits so mächtig, dass die geplanten Tage der offenen Türe in Dahenfeld und in Neckarsulm abgesagt wurden – ebenso die regelmäßigen Übungsdienste, in welchen beispielsweise einsatzähnliche Szenarien geübt werden. Im April 2020 konnte der neue ELW2 des Landkreises Heilbronn in Karlsruhe abgeholt werden. Die offizielle Übergabe musste allerdings ebenfalls aufgrund der Pandemie ausfallen. Der ELW2 wird bei Großschadenslagen eingesetzt und dient als Führungsunterstützung der Einsatzleitung vor Ort. In ihm arbeitet ein speziell geschultes Team, um Einsätze, an denen häufig mehrere Feuerwehren beteiligt sind, zu koordinieren. Des Weiteren bietet er einen Besprechungsraum, in welchem Führungskräfte und Fachberater in Ruhe und witterungsunabhängig weitere Einsatzmaßnahmen besprechen können. Nachdem sich die Mitglieder der Fernmeldegruppe in kleinen Gruppen mit dem neuen Fahrzeug vertraut gemacht hatten, löste der neue ELW2 im Dezember 2020 den alten ELW2 ab und steht nun in Neckarsulm auf der Wache für alle Einsatzlagen im Landkreis einsatzbereit.

Eine weitere Neuheit erreichte die Abteilung Dahenfeld im April sowie die Abteilung Obereisesheim im November. Beide Abteilungen bekamen einen GW-T (Gerätewagen – Transport). Die baugleichen Fahrzeuge verfügen über eine Ladebordwand, mit welcher unterschiedliche Rollwägen in kurzer Zeit aufgeladen werden können. So fungiert die Abteilung Obereisesheim nun zusätzlich als Wasserförderungseinheit. Dafür werden in Obereisesheim vier Rollwägen mit insgesamt 2000 Meter an Schläuchen sowie ein Rollwagen mit einer Pumpe vorgehalten. Diese Wägen kommen beispielsweise bei Brandeinsätzen an abgelegenen Orten zum Einsatz, insbesondere wenn kein Hydrant in der Nähe ist und das Löschwasser über eine längere Wegstrecke befördert werden muss. Die beiden Gerätewägen sind eine weitere Maßnahme, die das Logistikkonzept der Feuerwehr Neckarsulm fortentwickeln.

Außerdem stellte die Feuerwehr Neckarsulm im Dezember 2020 einen neuen MTW (Mannschaftstransportwagen) in Dienst. Dieser löste den bisherigen MTW der Abteilung Neckarsulm ab, welcher bis dahin bereits 21 Jahre einen treuen Einsatzdienst leistete.

Insgesamt verzeichnet die Feuerwehr Neckarsulm im Jahr 2020 ein Einsatzaufkommen von 347 Einsätzen. Hierzu zählten mehrere Wohnungsbrände, einige leichte bis schwere Verkehrsunfälle, Brandmeldealarme, Hilfeleistungen für den Rettungsdienst oder die Polizei und Unwettereinsätze infolge des Sturmtiefs Sabine, das uns in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar erreichte. Ein „Sommergewitter“ wie es in den letzten Jahren vorkam, und in kurzer Zeit bis zu 100 Einsätze mit sich brachte, blieb dieses Jahr erfreulicherweise aus. Somit erklärt sich auch der Rückgang im Vergleich zu den 471 Einsätzen im Vorjahr.

Die Freiwillige Feuerwehr Neckarsulm rüstet auf

Die Freiwillige Feuerwehr Neckarsulm hat in den vergangenen Wochen einen Teil ihrer Einsatzfahrzeuge mit einem Abbiegeassistenten aufgerüstet. Hierzu hat die Freiwillige Feuerwehr Neckarsulm eine Förderung durch das Bundesamt für Güterverkehr erhalten.

Es folgen diesbezüglich insgesamt 8 Fahrzeugaufrüstungen mit dem Abbiegeassistenten.
Die Fahrzeuge LF10 NSU, LF20, WLF 1, STW und LF10 OEH wurden bereits mit dem Abbiegeassistenten aufgerüstet. Des Weiteren werden die Fahrzeuge WLF 2, RW und LF10 DAH in naher Zukunft mit dem Abbiegeassistenten ausgestattet.

Bei dem Abbiegeassistenten handelt es sich um ein System, welches von Luis Technology entwickelt wurde. Durch den Abbiegeassistenten werden unsere Maschinisten entlastet, da das System vorzeitig vor Gefahren warnt. Der Abbiegeassistent besteht aus einer Weitwinkelkamera, welche einen sehr großen Erfassungswinkel hat. Das von der Kamera erfasste Bild wird anschließend an dem im Führerhaus eingebauten Bildschirm übertragen. Dieser macht den Fahrer auf Gefahren durch optische und akustische Signale aufmerksam.

 

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Feuerwehr Neckarsulm schreibt Bedarfsplan bis 2025 fort

Neu- und Ersatzbeschaffungen im Umfang von 784.000 Euro geplant

Die Freiwillige Feuerwehr Neckarsulm mit ihren drei Abteilungen kann den Brandschutz der Bevölkerung und die Technische Hilfeleistung auf örtlicher und überörtlicher Ebene rund um die Uhr gewährleisten. Um die Leistungsfähigkeit in gleichem Umfang aufrecht zu erhalten, muss die Feuerwehr jedoch in den kommenden fünf Jahren zusätzliche Mitglieder gewinnen. Zu diesem Ergebnis gelangt die zweite Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans 2020, die der Gemeinderat zustimmend zur Kenntnis nahm. Mittelfristig empfiehlt der aktuelle Bedarfsplan Neu- und Ersatzbeschaffungen im Umfang von 784.000 Euro.

Der Bedarfsplan dokumentiert den aktuellen Stand der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr Neckarsulm und definiert die erforderlichen Mittel zur Gefahrenabwehr. Er wird alle fünf Jahre fortgeschrieben. Auch die zweite Fortschreibung stammt von Fabian Müller, dem Leiter der Integrierten Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr Stuttgart. Der Verfasser ist langjähriges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Neckarsulm und erläuterte den aktuellen Bedarfsplan im Gemeinderat.

Bei der Gesamtpersonalstärke stellt der Bedarfsplan ein Defizit von 16 Feuerwehrangehörigen fest. Die Personalstärke ist nahezu konstant und liegt derzeit bei 104 Mitgliedern. Benötigt werden vor allem weitere Atemschutz-Geräteträger. Außerdem besteht weiterhin Bedarf im hauptamtlichen Bereich, der analytisch zu betrachten ist. Insgesamt wird empfohlen, eine Arbeitsgruppe „Personalerhaltung und -gewinnung“ zu gründen. Sie soll ein ganzheitliches Personalkonzept entwickeln, um neue Feuerwehrangehörige mit gezielten Maßnahmen zu werben sowie den Aufgabenumfang im hauptamtlichen Bereich zu analysieren. Im Ergebnis könnte daraus der Bedarf für eine weitere hauptamtliche Stelle resultieren.

Abteilungen der Jugendfeuerwehr sollen zusammengelegt werden  

Auch ehrenamtlichen Nachwuchs zu gewinnen, stellt eine wachsende Herausforderung dar. Die Mitgliederzahlen der Jugendfeuerwehr, aus der die Feuerwehr die meisten neuen Mitglieder für den aktiven Dienst rekrutiert, sind leicht rückläufig. Daher schlägt der Bedarfsplan vor, die bislang getrennten Jugendabteilungen Neckarsulm/Dahenfeld und Obereisesheim zusammenzulegen. Dann könnte die Ausbildung nach Altersgruppen getrennt und effizienter gestaltet werden. Denkbar wäre eine Trennung in Kinder bis 14 Jahre, die spielerisch an Feuerwehrthemen herangeführt werden, und Jugendliche ab 15 Jahren, die sich bereits auf die Übernahme in den aktiven Einsatzdienst vorbereiten.

Zentraler Bestandteil des Bedarfsplans sind die Neu- und Wiederbeschaffungsmaßnahmen. Neu zu beschaffen ist ein zweiter Mannschaftstransportwagen zum Personen- beziehungsweise Materialtransport. Dieses Kleinfahrzeug soll abteilungsübergreifend eingesetzt werden und unter anderem zum regelmäßigen Transport von Mitgliedern der gemeinsamen, größeren Jugendabteilung dienen.

Als zweites geländegängiges Fahrzeug soll ein Gerätewagen-Transport mit Trupp-Kabine beschafft werden. Dieses Logistikfahrzeug ersetzt den 35 Jahre alten Schlauchwagen vom Typ SW 2000.

Logistikkonzept wird mit neuen Rollwagenmodulen weiterentwickelt

Mit dem neuen Gerätewagen-Transport kann auch das bestehende Logistikkonzept der Feuerwehr weiterentwickelt werden. Neu geplant sind drei Rollwagenmodule „Unwetter“, je eines pro Abteilung, drei Rollwagenmodule „Vegetationsbrand“, die bei der Abteilung Neckarsulm stationiert werden, und drei Rollwagenmodule „Poolkleidung“ für den abteilungsübergreifenden Einsatz. Die Poolkleidungsmodule ermöglichen den Einsatzkräften, kontaminierte Einsatzkleidung direkt an der Einsatzstelle zu wechseln.

Für dieses Jahr vorgesehen ist die noch ausstehende Beschaffung des Abrollbehälters „Energie“. Diese Maßnahme wurde bereits mit dem Bedarfsplan 2015 beschlossen. Der Abrollbehälter kommt im Rahmen des Wechsellader-Systems zum Einsatz und beinhaltet einen großen Stromgenerator sowie einen Rollwagen mit kleineren Stromerzeugern, Flutlichtstrahlern und Lichtmasten. Mit dieser Ausrüstung kann die Feuerwehr im Falle eines großflächigen Stromausfalls die Energieversorgung provisorisch wieder herstellen. Schließlich soll der vorhandene VW Caddy durch einen neuen kleinen Gerätewagen-Transport ersetzt werden.

Nicht weiterverfolgt wird die Ersatzbeschaffung des Mehrzweckbootes (MZB) der Abteilung Neckarsulm und die Neubeschaffung des Abrollbehälters (AB) „Unterkunft/Führung“, die ursprünglich in Zusammenarbeit mit dem Landkreis vorgesehen war. Beide Maßnahmen waren in der ersten Fortschreibung des Bedarfsplans 2015 enthalten.

Das MZB wurde inzwischen generalüberholt und kann weiter eingesetzt werden. Anstelle des AB „Unterkunft/Führung“ kann im Bedarfsfall der Abrollbehälter „Aufenthalt“ oder „Führung“ der Feuerwehr Heilbronn angefordert werden. Durch den Verzicht auf diese beiden Beschaffungen können insgesamt 80.000 Euro einspart werden.

Darüber hinaus enthält der aktuelle Bedarfsplan Vorschläge, um die bauliche Situation zu verbessern. So wird empfohlen, das Feuerwehrhaus Obereisesheim bis 2025 zu erweitern. Um die Zufahrt zur Feuerwache Neckarsulm in der Seestraße zu erleichtern, soll eine Neuarrondierung geprüft werden. Die Zufahrt könnte mittelfristig über das städtische Grundstück Seestraße 5 führen. Dies böte die Möglichkeit, die Halle Nord im Bereich der bestehenden Zufahrt um einen Stellplatz für Abrollbehälter zu erweitern.  Quelle Text: (snp)            

Umgang mit der Motorsäge

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Motoren kreischen, Sägespäne fliegen – ganz klar, hier sind Motorsägen im Einsatz.

Die Bilder zeigen, wie der letzte Übungsdienst in der Abteilung Obereisesheim ablief. Manuel K. (Ausbilder für Motorsägen-Lehrgänge und Waldvorarbeiter) war zu Gast und schulte die Obereisesheimer Kameradinnen und Kameraden im Umgang mit der Motorsäge.

Motorsägen kommen bei der Feuerwehr meist nach Sturmschäden zum Einsatz, wenn Bäume umgefallen sind und beseitigt werden müssen. Sie finden auch Anwendung bei Bränden, wie beispielsweise beim Öffnen von Holzverkleidungen oder Türen. Die Schwierigkeit dabei: Es wird nicht auf „herkömmliche“ Weise ein Baum gefällt oder Ast abgesägt. Oftmals steht das Holz unter Spannung – eine falsche Herangehensweise kann zu fatalen Folgen führen. Daher müssen Feuerwehrleute besonders gut mit einer Motorsäge umgehen können.

Der Übungsdienst beinhaltete einen theoretischen sowie praktischen Teil. Nach einigen Grundlagen zum Thema Sicherheitseinrichtungen, Schutzkleidung und Vorgehensweise, durften die Kameradinnen und Kameraden das Erlernte in die Praxis umsetzen. Auf einem Aussiedlerhof waren bereits mehrere Baumstämme vorbereitet, an denen sich die Feuerwehrleute ausprobieren konnten. Während die Jüngeren langsam mit der Motorsäge vertraut gemacht wurden, beschäftigten sich die Erfahrenen mit verschiedenen Sägetechniken sowie dem Sägen unter Spannung. Somit konnte jeder etwas Neues dazu lernen oder seine Kenntnisse vertiefen.

Unwetter „Sabine“ beschäftigt Feuerwehr und Technisches Hilfswerk

Im Rahmen des herannahenden Sturmes „Sabine“ wurden aufgrund der Warnungen der Wetterdienste in Neckarsulm, Obereisesheim und Dahenfeld bereits am Sonntag, 09.02.2020, Vorbereitungen getroffen. Um die nach einem Unwetter im Jahr 2019 vorgeschädigte Eberwinhalle in Obereisesheim vor weiteren Beschädigungen zu bewahren, waren die Feuerwehr Neckarsulm mit den Abteilungen Obereisesheim und Neckarsulm sowie das Technische Hilfswerk (THW) im Einsatz. Dabei wurde im Laufe des Sonntages die Halle aufwändig gesichert und „sturmfest“ gemacht. Wie sich im Nachgang dessen zeigte, hatte sich der Aufwand gelohnt – weitere Schäden am Gebäude konnten verhindert werden. Darüber hinaus wurde das Personal des Lagedienstes der Feuerwehr aktuell über Prognosen informiert und für eine Wachbesetzung ab 04.00 Uhr am Montagmorgen eingeteilt, um wahrscheinlich auftretende Unwettereinsätze zeitnah und effizient abarbeiten zu können.
Erwartungsgemäß traten durch Sturmtief „Sabine“ trotz aller Vorkehrungen vereinzelt Zerstörungen in Neckarsulm auf.
Zur Behebung derer und zum Schutz vor weiteren Schäden kam neben der Feuerwehr wieder das THW zum Einsatz. So wurden beispielsweise in Zusammenarbeit von THW und Feuerwehr am Deutschen Zweiradmuseum Netze aufgebracht, um Personen- oder abermalige Sachschäden durch herabfallende Dachziegel zu vermeiden.
Zu den weiteren Tätigkeiten der Feuerwehr zählten das Absperren von durch herabstürzende Dachziegel gefährdeten Bereichen in Kooperation mit der Polizei zudem die Beseitigung umherliegender Gegenstände, z.B. Baustellenabsperrungen. Die meisten Einsätze wurden allerdings durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste ausgelöst. Erfreulicherweise mussten im Ortsteil Dahenfeld und in Amorbach keine unwetterbedingten Aufgaben bewältigt werden.
Nach 41 Einsätzen im Laufe des Montages konnten die Feuerwehrkräfte der Abteilungen Obereisesheim und Neckarsulm ihr Engagement gegen 19.00 Uhr beenden. Am folgenden Dienstag wurden weitere vier Einsatzstellen gemeldet und bearbeitet.

Gemeinsame Übung der ELW2-Gruppe und des Führungsstabes

In den vergangenen Wochen fanden in den Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Neckarsulm mehrfach Übungen des Führungsstabes des Landkreises Heilbronn statt. Hierbei wurde unter anderem die Zusammenarbeit der Fernmeldegruppe (inklusive ELW2) als Kommunikationskomponente und dem Stab als Führungsunterstützungseinheit geübt. Diese Form der Unterstützung im Einsatz kann jeder Einsatzleiter bei größeren Schadenslagen anfordern, um in seiner Arbeit entlastet zu werden. Weitere Schwerpunkte der Fortbildungen waren ein Training strukturierter Abläufe, Informationsbeschaffung bei komplexen Einsatzlagen, Übernahme von Aufgaben der örtlichen Führungsstrukturen (z.B. ELW1) und die Steigerung der Effizienz der eigenen Arbeitsweisen. Wir danken im Namen der Fernmeldegruppe den Mitgliedern des Führungsstabes sowie den Organisatoren der Übungen für die Möglichkeit gemeinsam zu lernen, neue Erkenntnisse zu gewinnen und aufgrund des wertvollen Feedbacks in den Nachbesprechungen unsere eigenen Arbeitsabläufe künftig noch effizienter gestalten zu können.

Neues Medienteam der Feuerwehr Neckarsulm

Im Dezember 2019 wurde für die Öffentlichkeitsarbeit der Gesamtfeuerwehr Neckarsulm ein neues Medienteam aufgestellt. Mitglieder aus den Abteilungen Neckarsulm, Dahenfeld und Obereisesheim betreuen unter der Führung von Robin Wallrath den Internetauftritt und die Social Media Kanäle (Instagram, Facebook und YouTube).

Wir, das Team der Öffentlichkeitsarbeit, freuen uns auf die bevorstehenden Aufgaben und versuchen durch unsere Arbeit allen Usern, Abonnenten und Lesern das Thema Feuerwehr und alles rund um die Feuerwehr Neckarsulm interessant darzustellen.

Anfragen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Social Media können unter presse@feuerwehr-neckarsulm.de eingereicht werden.

Das Team stellt sich vor:

Robin W.

Truppführer in der Abteilung Neckarsulm, als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit ist er der Kopf des Medienteams. Zu seinen Aufgaben gehört die Betreuung, Organisation und die interne Strukturiering im Medienteam. Er ist der direkte Ansprechpartner für die Führung der Feuerwehr Neckarsulm.

Harin S.

Truppmann in der Abteilung Neckarsulm, als stellvertretender Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit. Zusätzlich ist er im Medienteam als Redakteur für Fotoaufnahmen und deren Bearbeitung zuständig.

Rico K.

Truppmann in der Abteilung Dahenfeld, als Webmaster liegt seine Verantwortung in der Betreuung und Programmierung  der Internetseite und den Social Media Kanälen (Instagram, Facebook, Youtube).

Benjamin E.

Gruppenführer und Stellv. Abteilungskommandant der Abteilung Dahenfeld, als Redakteur ist er im Medienteam für Berichte und Fotos zuständig.

Katrin L.

Truppfrau in der Abteilung Obereisesheim, als Redakteurin ist sie im Medienteam für Berichte und Fotos zuständig.

Michael K.

Gruppenführer in der Abteilung Obereisesheim, als Redakteur ist er im Medienteam für Berichte und Fotos zuständig.

Andreas V.

Truppführer in der Abteilung Neckarsulm, als Redakteur ist er im Medienteam für Berichte und Fotos zuständig.

Internetseite in neuem Design

Vier Monate an Arbeit liegen hinter dem neuen Mediateam. Mit frischem Look und neuem Design wurde die Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Neckarsulm heute offiziell online gestellt. Neue Fahrzeugbilder, bessere Lesbarkeit und einfachere Bedienung sind die Hauptänderungen. Aktuelle Informationen, die neuesten Einsätze und mehr gibt es alles und nach Möglichkeit immer topaktuell. Auch auf Instagram, Facebook und Youtube gibt es Informationen und Neuigkeiten über die Feuerwehr Neckarsulm.

Viel Spaß bei Ihrem Besuch auf feuerwehr-neckarsulm.de

Neujahrsempfang der Feuerwehr Neckarsulm

Alle Jahre wieder lädt Kommandant Wolfgang Rauh zum gemeinsamen Neujahrsempfang der Feuerwehr Neckarsulm ein, so auch am 06. Januar 2020.

Neben den Einsatzabteilungen Neckarsulm, Dahenfeld und Obereisesheim, waren zahlreiche Gäste eingeladen. So durfte die Feuerwehr Neckarsulm den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn Reinhold Gall, Oberbürgermeister Steffen Hertwig, die Ehrenbürger der Stadt Neckarsulm sowie die Vorsitzenden und Leiter der ortsansässigen Hilfsorganisationen des DRK, ASB, Ordnungsamt und des Polizeireviers Neckarsulm begrüßen.

In einem kurzen Jahresrückblick über das Jahr 2019 berichtete Kommandant Rauh über vergangene Ereignisse und präsentierte kommende Neuanschaffungen der Feuerwehr für das Jahr 2020.

Auch Verbandsvorsitzender Gall und Oberbürgermeister Hertwig sprachen Lob für das vergangene Jahr und Mut für das Jahr 2020 aus. Beide betonten, dass die Feuerwehrarbeit im Landkreis sowie in der gesamten Bundesrepublik nach wie vor unerlässlich für die alltägliche Gefahrenabwehr ist und dass sie stolz darauf sind, Feuerwehren wie Neckarsulm im Landkreis zur Verfügung zu haben.

Anschließend bekamen die anwesenden Kameradinnen und Kameraden, wie jedes Jahr, Besuch der Sternsinger, welche ihren Segen für das neue Jahr aussprachen.