Jahresbericht 2017

Feuerwehr Neckarsulm bewältigt immer komplexere Einsätze

Unwetterereignisse auch 2017 auf hohem Niveau

Die Freiwillige Feuerwehr Neckarsulm war auch im Einsatzjahr 2017 wieder extrem gefordert. Mit 420 Einsätzen sah Kommandant Wolfgang Rauh die Belastung der ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen „an der Schmerzgrenze“. Auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im katholischen Gemeindehaus St. Paulus berichtete Wolfgang Rauh über den Stand der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr und blickte auf das Einsatzgeschehen im vergangenen Jahr zurück. „Die Einsätze werden immer komplexer und schwieriger“, stellte der Kommandant fest. Vor allem die Unwettereinsätze beschäftigten die Einsatzkräfte der Feuerwehr wieder stark. In diesem Bereich werden die Einsätze nicht mehr pro Unwetter- oder Sturmereignis gezählt, sondern nach der Anzahl der einzelnen Einsätze infolge eines Unwetters. So lässt sich das Ausmaß der Unwettereinsätze genauer abbilden: 101-mal musste die Feuerwehr im Berichtsjahr ausrücken, um Unwetterschäden durch Sturm zu beseitigen (2016: 71 Einsätze). Mit insgesamt 239 Einsätzen zur technischen Hilfeleistung, zu der auch die Unwettereinsätze zählen, hat sich diese Zahl auf hohem Niveau stabilisiert. 42 Einsätze galten der Rettung von Menschenleben. Insgesamt konnte die Feuerwehr 19 Menschen aus bedrohlichen oder lebensgefährlichen Situationen retten. Drei Personen wurden tödlich verletzt. In den Reihen der Feuerwehr verletzte sich ein Mitglied leicht. Die Zahl der Brandfälle stieg geringfügig um vier auf 67 Einsätze. Die Feuerwehr löschte 47 Kleinbrände, einen Mittelbrand und einen Gebäudegroßbrand, der sich im Mai 2017 in Obereisesheim ereignete. 18-mal leisteten die Mitglieder der Neckarsulmer Feuerwehr bei Bränden Überlandhilfe.

Spezialgerät kommt bei Unwetter zum Einsatz

Für die steigenden Anforderungen ist die Feuerwehr Neckarsulm bestens gerüstet. Bereits 2016 hat die Feuerwehr damit begonnen, die einzelnen Abteilungen mit Spezialgerät für Unwettereinsätze auszurüsten. Mittlerweile verfügen die Abteilungen Obereisesheim und Dahenfeld über je einen Modulwagen „Unwetter“ mit Wassersaugern und Tauchpumpen sowie je ein Unwettermodul „Strom/Beleuchtung“. Bei der Abteilung Neckarsulm sind jeweils zwei dieser Module im Einsatz.

Neu in Neckarsulm stationiert ist einer von zwei Gerätewagen-Messtechnik, die der Landkreis Heilbronn beschafft hat. Darüber hinaus stellt die Neckarsulmer Wehr im Mai ein neues Löschfahrzeug vom Typ LF 10 in Dienst. Zu den im Haushalt 2018 geplanten Ersatz- beziehungsweise Neubeschaffungen gehören je ein Gerätewagen-Transport für die Abteilungen Obereisesheim und Dahenfeld, ein Abrollbehälter Energie/Sandsack sowie ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF 20 zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung.

Aber auch der „Faktor Mensch“ rückt immer mehr in den Mittelpunkt des Einsatzgeschehens, wie Kommandant Rauh betonte. Über gezielt ausgebildete Einsatzkräfte verfügen unter anderem die Fachgruppen „Messtechnik“, „Elektrotechnik“, „Fernmeldegruppe“, „Führungsgruppe“, „Türöffnungsgruppe“ und„Ausbildung-Übungsdienst“.  Diese Fachgruppen verdeutlichen, dass es laut Wolfgang Rauh „heute bei weitem nicht mehr ausreicht, allein den Standard des dreiteiligen Löschangriffs zu kennen“.

OB Hertwig: „Feuerwehr ist ein ganz besonderes Ehrenamt“

„Der Ausbildungsstand der Neckarsulmer Feuerwehr wird weit über die Stadtgrenzen hinaus gelobt“, bestätigte Oberbürgermeister Steffen Hertwig. Er selbst habe beim Besuch der Dienstversammlung der Landkreis-Feuerwehren erlebt, „welch hohes Ansehen die Neckarsulmer Wehr außerhalb der Stadtgrenzen hat“. Die Bereitschaft, zu jeder Tag- und Nachtzeit zum Einsatz auszurücken und dabei Leben und Gesundheit zu gefährden, zeichne die Feuerwehr als ganz besonderes Ehrenamt aus. „Sie retten Menschen, schützen ihr Hab und Gut und helfen, wo Hilfe benötigt wird.“ Dafür dankte der OB den Mitgliedern der Feuerwehr auch im Namen des Gemeinderates und der Neckarsulmer Bevölkerung. „Es ist ein gutes Gefühl für die Bürger zu wissen, dass die Feuerwehr immer zur Stelle ist.“  Hochachtung, Respekt und Anerkennung zollte auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Uwe Thoma der Feuerwehr Neckarsulm. Er überbrachte die Grüße des Landkreises und dankte den Neckarsulmer Einsatzkräften für das 2017 geleistete Pensum. Der Jahresbericht zeige, „wie wichtig eine so schlagkräftige Wehr ist“. Die Neckarsulmer Kameraden leisteten über die Stadtgrenzen hinaus auch im Überlandeinsatz wertvolle Hilfe. „Ich persönlich könnte mir unseren Landkreis ohne die Feuerwehr Neckarsulm nicht vorstellen“, erklärte Uwe Thoma. In welchem Maße sich die Neckarsulmer Bürgerinnen und Bürger auf ihre Feuerwehrleute verlassen können, wurde einmal mehr bei der Ehrung der langjährigen Mitglieder deutlich. Als besonders engagierter und pflichtbewusster Feuerwehrmann wurde Hauptlöschmeister Edgar Mattes geehrt. Vize-Kreisbrandmeister Uwe Thoma zeichnete den Dahenfelder Gruppenführer mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn aus. Zudem erhielt Edgar Mattes aus den Händen von OB Hertwig das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold für 40 Jahre aktive Dienstzeit. Das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für 25 Dienstjahre ging an Löschmeister Georgios Kontidis sowie die Hauptfeuerwehrmänner Jan Donaubauer, Michael Fessler und Michael Wieland.

Als wertvolles Reservoir für junge Nachwuchskräfte erwies sich wieder die Jugendfeuerwehr. Von den zehn neuen Mitgliedern, die Wolfgang Rauh neu verpflichtete, wechselte die Hälfte von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst. Neuer Jugendsprecher und Vorsitzender des Jugendfeuerwehrausschusses ist Florian Brecht. Er wurde ebenso wie seine beiden Stellvertreter Justus Traub und Marvin Coroforte 2017 neu ins Amt gewählt. Der Jugendfeuerwehrausschuss fungiert als Bindeglied zwischen der Jugendfeuerwehr und der aktiven Wehr. Wer mehr über die Feuerwehr Neckarsulm und das aktuelle Einsatzgeschehen erfahren möchte, kann sich auf der neu gestalteten Homepage im Internet unter feuerwehr-neckarsulm.de informieren. (snp)

Busunternehmen Zartmann neuer Partner der Feuerwehr

Neuer Partner der Feuerwehr ist das Neckarsulmer Busunternehmen E. Zartmann GmbH & Co. KG. Das Unternehmen hat die Außenhülle eines 18 Meter langen Gelenkbusses kostenlos als Werbefläche zur Verfügung gestellt, um neue Feuerwehrmitglieder zu gewinnen. Der Bus ist im gesamten Landkreis unterwegs und wirbt mit Botschaften wie „Mach mit“, „Werde jetzt aktiv“, „Wir suchen Dich“, „Komm zur Jugendfeuerwehr“ für das Feuerwehr-Ehrenamt. (snp)

Bildunterzeilen:

(Bild „Ehrungen“) Auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Neckarsulm wurden Mitglieder für jahrzehntelangen aktiven Dienst geehrt: Vize-Kommandant Markus Kiy und OB Steffen Hertwig (v. li.) mit den Geehrten (v. li.) Edgar Mattes, Michael Fessler, Michael Wieland, Jan Donaubauer, Georgios Kontidis, Vize-Kommandant Ludwig Zoll und Kommandant Wolfgang Rauh.

(Bild „Ehrung Mattes“) Vize-Kreisbrandmeister Uwe Thoma (re.) überreichte mit Kommandant Wolfgang Rauh (li.) die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn an Hauptlöschmeister Edgar Mattes.

(Bild „Neuaufnahmen“) Im Rahmen der Jahreshauptversammlung verpflichtete Kommandant Wolfgang Rauh (li.) neue Mitglieder für den aktiven Dienst: (v. li.) Manuel Wurster, Jan Waglöhner, Delio Beck, Emanuel Hazidis, Harin Shivashankar, Wassili Adamidis, Benjamin Selle, Luka Krotki und Tim Zartmann. Auf dem Foto fehlt Michael Deckert.

Rückblick Dahenfeld 2017

Einsatzzahlen von 2016 weit übertroffen
 
Mit 14 Einsätzen schloss die Abteilung Dahenfeld das Jahr 2016 ab. Kaum zwei Wochen alt kam es im Januar gleich zu einem Unwettereinsatz. Der Orkan Egon sorgt in den frühen Morgenstunden zu zwei Sturmbedingten Einsätzen. Ein Tag später wurde in den Abendstunden ein Wohnungsbrand gemeldet.
 

Im Februar wurde wieder ein Brand gemeldet. Hierbei handelte es sich um einen Brand in einem Heizungsraum.
Im April musste ein Brandeinsatz beim „Bahnhof Dahenfeld“ abgearbeitet werden. Hierbei handelte es sich natürlich um die Waldhütte „Dahenfelder Bahnhof“ zwischen Neckarsulm und Dahenfeld. Das Alarmstichwort sorgte aber für große Verwunderung unter der Mannschaft.
 

Im Mai feierte die Abteilung Dahenfeld den zweiten Tag der offenen Tür im Feuerwehrhaus in der Dieselstraße. Hierbei spielte leider das Wetter nicht mit. Sehr kalte Temperaturen, Wind und Sonntags viel Regen. Wir hoffen dass es in 2018 besseres Wetter gibt.
Ende Mai wurde die Abteilung dann zur Wachbesetzung nach Neckarsulm alarmiert. In Obereisesheim war in einer Scheune mit Wohnhaus ein Großbrand ausgebrochen.
Mitte August kam es für den Raum Oedheim, Dahenfeld, Neuenstadt und Langenbrettach richtig dick. Ein Gewitter mit Tornadorähnlichen Winden mit Hagel zog über die Region. Innerhalb von 20 Minuten wurden viele Bäume, Dächer und Gebäude beschädigt. In Dahenfeld waren 7 Gebäude betroffen die einen Schaden in der Dacheindeckung aufzeigten. Ein großer Baum musste von der Straße Richtung Brambacherhof beseitigt werden. Auf der L1095 Richtung Neuenstadt mehrere Äste.

 

Schwerer Verkehrsunfall im September. Beim Abbiegen nach Dahenfeld wurde ein PKW von einem LKW erfasst und auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Eine Person wurde hierbei verletzt.

Im November wurde es kurios. Montags wurde im Dienst an einem Renault Clio trainiert, drei Tage später kam es kurz vor Dahenfeld zu genau diesem trainiertem Verkehrsunfall. PKW auf der Seite liegend, eine Person eingeklemmt. Und es war ebenfalls wieder ein Renault Clio. So einen Zufall hatte auch noch keiner der Einsatzabteilung Dahenfeld erlebt.
 

Zum Schluss im Dezember nochmal einen Brandmeldealarm in Neckarsulm.
Insgesamt musste die Abteilung Dahenfeld im abgelaufenen Jahr 2017, 27 Einsätze abarbeiten. 2016 waren es 14 und 2015 waren es ganze 7.

Unwettereinsatz 18.08.2017

Aufgrund eines starken Unwetters wurde die Abteilung Dahenfeld zur Technischen Hilfeleistung alarmiert. Ein großer Baum lag quer auf der Fahrbahn K2003 Richtung Brambacherhof. Der Baum wurde von der Feuerwehr zersägt und beseitigt. Gleichzeitig musste das Feuerwehrhaus der Abteilung Dahenfeld mit einem Stromgenerator eingespeist werden, da auf Grund des Sturmes ein Strommasten der Enbw umgerissen wurde. Gegen 19:00 Uhr war der Strom wieder verfügbar.

 

 

Um 18:10 Uhr musste auf der L1095 an mehreren Stellen Richtung Neckarsulm und Richtung Neuenstadt Äste und Bäume beseitigt werden. Auf Höhe der Straßenmeisterei in Neuenstadt wurden mehrere Bäume umgerissen und lagen quer über der Fahrbahn. Hier war ein Einsatz der Abteilung Dahenfeld nicht erforderlich. Die Feuerwehr Neuenstadt war hierbei schon tätig. Mit Absprache der Abteilung Neuenstadt wurde hier der Einsatz dann von Dahenfeld abgebrochen.
Auf der Rückfahrt nach Dahenfeld folgt gleich der nächst Einsatz. Brandmeldealarm Amorbachschule in Neckarsulm. Auch hier musste die Abteilung Dahenfeld nicht tätig werden.
Nun wurde die Einsatztätigkeit in die Dahenfelder Ortsmitte verlegt. Es wurden Einsatzstellen in der Brambacher-, Kreuz-, Ost- und Schaubergstrasse angefahren. Hierbei handelte es sich um Schäden an Dächern von Wohngebäuden und Scheunen. Ab 20:50 Uhr kam aus Neckarsulm die Drehleiter zur Unterstützung hinzu.
Einsatzende war gegen 22:30 Uhr.

Abteilungsversammlung 2017

Rekordjahr und Neuwahlen
Am Montag den 27. März 2017 fand im Feuerwehrhaus in Dahenfeld die alljährliche Abteilungsversammlung der Feuerwehr Dahenfeld statt. Im zurückliegendem Kalenderjahr 2017 wurde die Einsatzabteilung zu 14 Einsätzen alarmiert. Ungewöhlich viele Einsätze zum Vergleich gegenüber der Jahre davor.
Ein PKW-Brand, dass Unwetter am 30. Mai und der Großbrand bei der Firma Audi waren die Einsätze mit der größten Herausforderung im abgelaufenen Jahr. Hinzu kamen noch 7 mal Brandmeldealarm und und 4 Technische Hilfeleistungen.

Auch im Jahr 2016 konnte mit Rico Kraft ein neues Mitglied für die Einsatzabteilung gewonnen werden. Rico kommt aus der Jugendfeuerwehr und hat die Ausbildung zum Truppmann absolviert.
Günter Kühner wechselte in die Altersabteilung und Edgar Mattes legte sein Amt als Kassier der Abteilung Dahenfeld nieder.
Zum neuen Kassier wurde Matthias Heinrich in einer vorherigen Ausschusssitzung gewählt.
Die Abteilung Dahenfeld bedankt sich bei Günter Kühner für die geleistete Arbeit in der Einsatzabteilung und wünscht Ihm alles Gute in der Altersabteilung.
Ebenso bedankt sich die Abteilung Dahenfeld bei Edgar Mattes für seine jahrelange und hervorragende arbeit als Kassier. Ein genaues Datum als er mit dem Amt begonnen hatte konnte leider nicht mehr ermittelt werden (mind. 25 Jahre waren es aber schon).

„Edgar und Günter, Vielen Dank!“
Beförderungen zum Hauptfeuerwehrmann konnten auch in diesem Jahr durchgeführt werden. Herzlichen Glückwunsch an alle Beförderten.

In diesem Jahr standen auch wieder Wahlen an. Gewählt wurde der Ausschuss, Abteilungskommandant und Stellvertreter. Zusätzlich noch der Gesamtausschuss.
Zum Abteilungskommandanten gewählt:
Frank Seitz
Zum Stellvertreter gewählt:
Benjamin Eble
In den Ausschuss wurden gewählt: 
Lukas Halter
Timo Kühner
Matthias Heinrich
Angelika Dultz-Herkle
Benjmin Eble
Julian Schmitzer (als Jugendwart gesetzt)
Frank Seitz (als Abteilungskommandant gesetzt)
Jürgen Hermann (als Vertreter d. Altersabteilung gesetzt)

In den Gesamtauschuss wurden gewählt:
Timo Kühner
Benjamin Eble
Frank Seitz (als Abteilungskommandant gesetzt)

Ortsvorsteher Hans Habla sprach in seiner Ansprache über die vielen Einsätze. Er bedankte sich für die geleisteten Stunden in den Übungsdiensten, in den Einsätzen und Sicherheitswachdiensten im vergangenen Jahr.
Auch Kommandant Wolfgang Rauh dankte für die geleistete Arbeit und fügte hinzu, dass zu einer funktionierenden Kameradschaft auch das gemütliche beisammen sein nach einem Übungsdienst oder Einsatz dazu gehört. Im Jahr 2017 soll noch ein seit Jahren ausstehender MTW, endlich beschafft werden. Hierzu werden in nächster Zeit noch Gespräche geführt.

Unwettereinsatz 30.05.2016

Das Unwetter vom Sonntag den 29. Mai auf Montag den 30. Mai 2016 sorgte auch ihn Dahenfeld für Überschwemmungen und vollgelaufene Keller.

Die Abteilung Dahenfeld wurde um 0:30 Uhr alarmiert. Wasserschaden in den Öläckern in Dahenfeld. Hier war ein Landwirtschaftliches Anwesen komplett unter Wasser. Zu allen Seiten drückte das Wasser und der Schlamm in die Gebäude. Betroffen waren hier unter anderem eine Besenwirtschaft und mehrere Hallen in denen Maschinen und Werkzeug gelagert wurden. Die ersten Maßnahmen waren die kontrollierte Weiterleitung des Wassers. Hierfür wurden oberhalb des Geländes mehrere Schläuche verlegt und mit Wasser gefüllt. Somit konnte man die Flussrichtung besser steuern. An Stellen, wo sich das Wasser sammelte, wurden Tauchpumpen zum Weiterleiten eingesetzt. Zeitgleich wurde das Wasser durch Sandsäcke und, mit der Hand gegrabene Mulden, vom Gelände weggeleitet.

Mit zwei Wassersaugern, mehreren Gummischiebern und vielen Helfern wurde in den Räumlichkeiten der Besenwirtschaft das Wasser aus dem Gebäude herausgepumpt.Bis 3:30 Uhr waren 20 Einsatzkräfte in den Öläckern im Einsatz. Zeitgleich wurden drei weitere Einsatzstellen über die Feuerwehr Neckarsulm gemeldet.

In der Kreuzstraße und im Riedweg hatte der Dahenbach weitere Keller überflutet. Die Einsatzstelle im Riedweg wurde in der Zwischenzeit von der Feuerwehr Neckarsulm abgearbeitet. Um 4:00 Uhr konnten dann die Einsatzstellen in der Kreuzstraße von der Abteilung Dahenfeld, selbständig übernommen werden. Hier wurden beide Kellerräume gleichzeitig vom Wasser befreit. Zeitgleich wurden angrenzende Gebäude kontrolliert. Um 6:30 Uhr konnte die Einsatzstelle im Riedweg angefahren werden. Hier war ebenfalls durch den Dahenbach, dass Wasser in ein nahe gelegenes Gebäude eingeströmt. Um 7:30 Uhr konnte dann der Einsatz beendet werden und das Fahrzeug im Feuerwehrhaus neu bestückt werden.

Um 8:30 Uhr wurde die Abteilung Dahenfeld nach Neckarsulm alarmiert. In Neckarsulm waren mehrere Keller voll Wasser. Auch in der Firma Audi wurde Hochwasser gemeldet. Um 16:00 Uhr konnten alle Einsatzkräfte von Dahenfeld wieder einrücken.

Um 18:40 Uhr wurde die Abteilung mit dem Stichwort „Rauchentwicklung Firma Audi“ alarmiert. Bis um 2:00 Uhr waren die Einsatzkräfte in Neckarsulm zur Wachbesetzung im Einsatz.

Die Aufräumarbeiten im und um das Feuerwehrhaus in Dahenfeld zogen sich bis zum Freitag 3. Juni hin. Auf dem Parkplatz der Feuerwehr Dahenfeld waren Schlamm und Wasser von der angrenzenden Wiese angeschwemmt worden.

Bautagebuch Neubau Feuerwehr Magazin Dahenfeld

Stand 13. Februar 2016:

Unsere neue Adresse, Dieselstraße 7

 

26. November 2015, Nach Umzug

Neue Einsatzspinde in den Umkleiden

16. November 2015, Küche fertig montiert

Außenanlage wird vorbereitet

Küchenmontage

Treppengeländer im Flur

23. Oktober 2015, Sanitärarbeiten im Gesamten Gebäude

Fertigstellung Nov. 2015

Linoleumboden in der Küche verlegt

Geländerarbeiten im Treppenhaus

Elektroinstallation in der Fahrzeughalle

Flur zur Fahrzeughalle mit montierten Türen

14. Oktober 2015, Außenbeleuchtung montiert

Terrasse und Dachbegrünung

Dacharbeiten abgeschlossen

27. September 2015, Malerarbeiten in der Fahrzeughalle

Fertigstellung Nov. 2015

Werkstatt mit neu verlegtem Bodenbelag

15. September 2015, Rüttelbelag in Fahrzeughalle fertig

Fliesenarbeiten im Treppenhaus

Deckenarbeiten in der Umkleide

7. September 2015, Türen werden montiert

Beschriftung Außen im Neuen Design

WC 1.OG, Boden- und Wandfliesen

Unterrichtsraum mit abgehängter Decke

Umkleide Herren

Funkzentrale mit verlegtem Boden

23. August 2015, Esstricharbeiten beendet, Fliesen werden verlegt
Dach der Fahrzeughalle, Flaschnerarbeiten

Unterrichtsraum mit nun montierter Akustikdecke

15. Juli 2015, Fahrzeughalle mit installierter Heizungsanlage

Neubauskizze

Obergeschoss in „Rot“

Außenfarbe des Obergeschosses

Elektroinstallation im Unterrichtsraum

30. Juni 2015, Technikraum mit eingebautem Heizsystem

17. Juni 2015, Installations- und Elektroarbeiten

10. Juni 2015, Installation in der Fahrzeughalle – Heizung

7. Juni 2015, Verputztarbeiten an der Fassade

Türe Unterrichtsraum zum Dach

Unterrichtsraum verputzt

Fahrzeughalle verputzt und Hallentore montiert

6. Juni 2015, Eingangstüre montiert

Heizkörper im Eingangsbereich

27. Mai 2015, Heizungsrohre und Installation Montagearbeiten

Fenster im Unterichtsraum

Verputzte Teeküche

Fahrzeughalle mit Blick auf Funkzentrale

23. Mai 2015, Verputz- und Glasarbeiten im Gange

Decke Fahrzeughalle

15. Mai 2015, Dachhauben auf Unterichtsraum

Dach, Fahrzeughalle

Werkstatt

Umkleide Herren

Unterrichtsraum im Obergeschoss

20. März 2015, Rohbau fertiggestellt

Links Fahrzeughalle, Rechts oben Unterrichtsraum

16. März 2015, Betonschalung im Obergeschoss abmontiert

Unterrichtsraum mit betonierter Decke

10. März 2015, Rohbau Fahrzeughalle abgeschlossen

Dach der Fahrzeughalle mit Blick auf Unterrichtsraum

5. März 2015, Obergeschoss gemauert

Dach der Fahrzeughalle

Blick in den späteren Unterrichtsraum

Treppe ist eingebaut

4. März 2015, Obergeschoss wird gemauert

Fertigbetontreppe kurz vor Einbau

Decke über Fahrzeughalle

25. Februar 2015, Decke ist betoniert – Flur im Eingangsbereich

18. Februar 2015, Decke wird betoniert

8. Februar 2015

Fahrzeughalle, vorbereitet zum Decke betonieren

Umkleide, Herren

Flur zur Fahrzeughalle, Linke Seite Eingang zur Einsatzzentrale

3. Februar 2015, Blick auf Eingangsbereich

Fahrzeughalle mit Einsatzzentrale in Front

30. Januar 2015, EG kurz vor Fertigstellung

Eingangsbereich

25. Januar 2015, Blick auf Fahrzeughalle

Rohbauarbeiten, Fahrzeughalle

23. Jan. 2015, „Nachgeholter“ Spatenstich

Die ersten Maurerarbeiten

20. Januar, Rohbauarbeiten haben begonnen
16. Januar, Bodenplatte wird betoniert
Feiertagspause, 23. Dez. 2014 – 6. Januar 2015
4. Dez. 2014, Kran steht

28. Nov. 2014, Bauarbeiten haben begonnen 🙂

Bauplatz, November 2014

Neubauskizze, Fertigstellung Nov. 2015

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Einweihung des Dahenfelder Feuerwehrhauses

Funktionales Schmuckstück für Dahenfeld

Als „bärenstark“ beurteilte Innenminister Reinhold Gall (SPD) das neue Feuerwehrhaus der Abteilung Dahenfeld, das mit offiziellen Gästen am Dienstag eingeweiht wurde: In elf Monaten Bauzeit ist für rund 1,4 Millionen Euro bei einem Landeszuschuss von 120.000 Euro eine modernes und architektonisch ansprechendes Flachdachgebäude mit 2130 Kubikmetern umbautem Raum entstanden, das laut Oberbürgermeister Joachim Scholz die Einsatzfähigkeit und Schlagkraft erheblich verbessert.

Das nagelneue Gebäude in der Dieselstraße 7 haben die Dahenfelder Feuerwehrleute mit 34 Mitgliedern in der Einsatzmannschaft, 18 in der Altersabteilung und vier in der Jugendfeuerwehr bereits Ende November 2015 bezogen. Es löst das 1974 in der Ortsmitte errichtete Domizil ab, das nach Oberbürgermeister Scholz „in keinster Weise mehr der Funktionalität und den Anforderungen gerecht wurde“ und nun abgebrochen werden soll, um „neue Perspektiven für innerörtliches Wohnen“ zu eröffnen. Kommandant Wolfgang Rauh wurde noch deutlicher: „Der Neubau war dringend notwendig, denn das alte Feuerwehrhaus war eigentlich nur eine bessere Garage.“ Schulungsräume, ein Lager oder der Platz für Übungen hätten gefehlt. Deshalb habe die Feuerwehr der Verwaltung 2011 vorgeschlagen, von einer zunächst anvisierten Aufstockung Abstand zu nehmen.

Im Januar 2014 hatte der Gemeinderat den Baubeschluss gefasst, im Sommer 2014 war der Landeszuschuss bewilligt worden.

Der zweigeschossige, im Stil zweier Kuben errichtete Neubau mit einer Nettogeschossfläche von 406 Quadratmetern und hohen, hellen Räumen im Gewerbegebiet „Mostäcker 2“ wurde nach Plänen des städtischen Hochbauamts sowie unter Mitarbeit von sieben Büros und 21 Handwerksbetrieben errichtet. Er bietet auch für das zweite Einsatzfahrzeug der Abteilung Platz, das in diesem Jahr beschafft werden soll.

Im Erdgeschoss befinden sich außerdem Räume für die Einsatzzentrale, eine Werkstatt mit Trockenraum, ein Technikraum sowie der Umkleide- und Sanitärbereich mit WCs. Im Obergeschoss ermöglicht ein 64 Quadratmeter großer Unterrichtsraum Schulungen und Fortbildungen. Darüber hinaus stehen eine kleine Küche, ein Lagerraum und Toiletten zur Verfügung.

„Das schöne funktionale Gebäude steht Dahenfeld gut zu Gesicht“, lobte Oberbürgermeister Scholz. Die im März 2015 abgeschlossenen Arbeiten am Rohbau hatten allerdings aufgrund der rosafarbenen Isolierplatten bis zum Beginn der Fassadenarbeiten für Heiterkeit in den Feuerwehrreihen gesorgt. Folglich erlaubte sich Stellvertreter Benjamin Eble den Spaß, Abteilungskommandant Frank Seitz und Kommandant Rauh dafür mit farblich angepassten Hemden zu belohnen. Ganz in Rot-Weiß wird sich das Feuerwehrhaus der Bevölkerung am 7. und 8. Mai mit einem Tag der offenen Tür vorstellen.

Text: stimme.de