Taktik Tipp – Türkeil Karabiner

Ein Angriffstrupp im Feuerwehreinsatz benötigt heute einiges an Ausrüstungsgegenständen die zum Bekämpfen eines Feuers (z.B. Wohnungsbrand) notwendig sind.

Dazu zählen Wärmebildkamera, Schlauchtragekorb/Schlauchpaket, Rauchverschluss usw.

Zusätzliche Ausrüstung bedeutet gleichzeitig mehr an Gewicht und benötigt dann auch mehr Platz zum Verstauen (ca. 35 kg trägt jeder Angriffstrupp an Ausrüstung – inkl. Persönlicher Schutzausrüstung – mit sich).

Vom Problem zur Idee:

Ein neues Problem brachte eine Hauptübung vor einigen Jahren mit sich. Bei dieser gab es Herausforderungen durch die Gebäudestruktur, weite Eindringtiefen und viele Türen im Inneren. Da sich die Türen immer wieder automatisch schlossen wurde beim Vorgehen des Trupps die Schlauchleitung ständig blockiert.

Ein selbstentwickelter  „Türkeil – Karabiner“  brachte hierzu die Lösung.

Türkeile aus Holz wurden mit einer reißfesten Kordel verbunden. Am anderen Ende der Kordel wurden Klettbänder angebracht. Diese dienen als Befestigung am Karabiner. Der große Vorteil dieser Befestigung ist nun die simple Handhabung im Einsatz. Durch einfaches Ziehen an den Keilen lassen diese sich unkompliziert vom Karabiner lösen und nach dem Einsatz auch wieder montieren.

Fixiert wird der Karabiner am Atemschutzgerät vom Truppmann. Eine leichte Handhabung ist somit vom gesamten Trupp möglich. Der Truppmann oder auch der sich dahinter befindliche Truppführer löst durch zurückgreifen (ähnlich wie die Bewegung beim Aufdrehen der Atemschutzflasche) einen Türkeil vom Karabiner.

Somit kann durch geringen Aufwand im Einsatzfall schnell und zeitsparend gearbeitet werden. Dies führt zu einer Erleichterung der Arbeit im Trupp.

In der Feuerwehr Neckarsulm sind diese „Türkeil – Karabiner“ auf den ersten ausrückenden Löschfahrzeugen verlastet. Die in diesem Bericht wiedergegebenen Bilder zeigen die Keile der Abteilung Dahenfeld und stehen hier als Beispieldarstellung.

Neujahrsempfang der Feuerwehr Neckarsulm

Alle Jahre wieder lädt Kommandant Wolfgang Rauh zum gemeinsamen Neujahrsempfang der Feuerwehr Neckarsulm ein, so auch am 06. Januar 2020.

Neben den Einsatzabteilungen Neckarsulm, Dahenfeld und Obereisesheim, waren zahlreiche Gäste eingeladen. So durfte die Feuerwehr Neckarsulm den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn Reinhold Gall, Oberbürgermeister Steffen Hertwig, die Ehrenbürger der Stadt Neckarsulm sowie die Vorsitzenden und Leiter der ortsansässigen Hilfsorganisationen des DRK, ASB, Ordnungsamt und des Polizeireviers Neckarsulm begrüßen.

In einem kurzen Jahresrückblick über das Jahr 2019 berichtete Kommandant Rauh über vergangene Ereignisse und präsentierte kommende Neuanschaffungen der Feuerwehr für das Jahr 2020.

Auch Verbandsvorsitzender Gall und Oberbürgermeister Hertwig sprachen Lob für das vergangene Jahr und Mut für das Jahr 2020 aus. Beide betonten, dass die Feuerwehrarbeit im Landkreis sowie in der gesamten Bundesrepublik nach wie vor unerlässlich für die alltägliche Gefahrenabwehr ist und dass sie stolz darauf sind, Feuerwehren wie Neckarsulm im Landkreis zur Verfügung zu haben.

Anschließend bekamen die anwesenden Kameradinnen und Kameraden, wie jedes Jahr, Besuch der Sternsinger, welche ihren Segen für das neue Jahr aussprachen.

Weihnachtsfeier der Feuerwehr Neckarsulm

Am Freitag, den 20. Dezember 2019, traf sich die Feuerwehr Neckarsulm zur gemeinsamen Weihnachtsfeier im Feuerwehrhaus Neckarsulm.

Eröffnet durch Kommandant Wolfgang Rauh blickten die Kameraden und Kameradinnen auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Insgsamt 481 Einsätze hatte die Feuerwehr Neckarsulm im Jahr 2019 zu bewältigen. Ein ausführlicher Bericht über das Einsatzjahr 2019 wird nach der Hauptversammlung im März 2020 folgen.

Mit großem Dank an alle Kameraden und Kameradinnen verkündete Kommandant Rauh den weiteren Ausblick auf 2020. So werden von der Stadt Neckarsulm 500.000 Euro an Mittel für neue Einsatzfahrzeuge und neue Einsatzkleidung bereitgestellt.

Unter den Neuanschaffungen für die Abteilung Neckarsulm befindet sich unter anderem ein Ford Transit, der als Mannschaftstransportwagen, kurz MTW, eingesetzt werden soll. Des Weiteren wird die Abteilung durch ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug der Marke MAN verstärkt.

Für die Abteilung Dahenfeld soll ein neuer Gerätewagen-Transport, voraussichtlich im März 2020 in Dienst gestellt werden.

Ein großes Highlight für 2020 kündigte Rauh schon Anfang 2019 an: Der neue Einsatzleitwagen des Landkreises soll den technisch in die Jahre gekommenen ELW 2 in Neckarsulm ablösen. Rückblickend auf vergangene Großschadenslagen, bei denen dieser benötigt wurde, kann Kommandant Rauh schon jetzt Stolz und Mut für die Fernmeldegruppe aussprechen, welche sich bei häufigen Übungen in das neue Computersystem und den Digitalfunk dessen einarbeiten wird, um auch weiterhin bei Großeinsätzen die Kommunikation zwischen den Hilfsorganisationen zu managen.

Ein weiteres Highlight 2020 ist die neue, im Feuerwehrausschuss beschlossene, Einsatzkleidung.

Da die Einsatzkleidung der Feuerwehrmänner und -frauen bei Brandeinsätzen der einzige Schutz vor extremer Hitzeeinwirkung ist, wird hier vor allem auf neue Normen geachtet, um auch weiterhin den besten Schutz der Einsatzkräfte gewähren zu können.

Als abschließende Worte verkündete Rauh am Ende seines Rückblicks kommende Termine der Feuerwehr Neckarsulm. So können wir auch dieses Jahr Ende Januar eine Winterwanderung der Feuerwehrangehörigen und ihren Familien durchführen.

Des Weiteren befinden wir uns 2020 erneut im Turnus für unseren Tag der offenen Tür der Abteilung Neckarsulm, welcher am 19. und 20. September 2020 stattfinden wird.

Weihnachtsmarkt 2019

Ein Weihnachtsmarkt ohne Glühwein oder den Geruch von Bratwürsten? Unvorstellbar!

Zum Anlass des diesjährigen Weihnachtsmarktes, bot die Freiwillige Feuerwehr Neckarsulm erneut ihren traditionellen Glühwein- und Imbissstand an. Die Feuerwehr durfte sich über die zahlreichen Besucher freuen, die ihre Glühweintassen klingen ließen und sich vom Geruch der Bratwürste haben anziehen lassen. Die weihnachtliche Stimmung lag spürbar in der Luft des Neckarsulmer Marktplatzes. Die Feuerwehr Neckarsulm bedankt sich bei allen Gästen, sowie allen Helfern der Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr für die Unterstützung beim Auf- und Abbau am Weihnachtsmarkt. Wir freuen uns Sie im nächsten Jahr wieder herzlich begrüßen zu dürfen!
Im Sinne der anstehenden Feiertage wünscht Ihnen die Freiwillige Feuerwehr Neckarsulm eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

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Atemschutzparcours – Training für den Einsatz

Einen Übungsdienst zu gestalten ist relativ einfach. Man greift ein Thema auf und vermittelt es den Teilnehmern als praktische oder theoretische Aufgabe.

Die Kunst liegt nun darin den Übungsdienst attraktiv und interessant zu vermitteln, ohne dabei den „Roten Faden“ des Lernzieles zu verfehlen.

Im vergangenen Übungsdienst der Abteilung Dahenfeld, versuchte man nun das Thema Atemschutz und Fitness, neu zu kombinieren. Es wurde auf dem Gelände des Feuerwehrhaus Dahenfeld ein Parcours mit insgesamt 7 Stationen aufgebaut. Jede Station war vom Inhalt an Einsatzsituationen angelehnt.

Unter anderem mussten die Trupps Schaummittelbehälter in das 1. OG transportieren und wieder zurück bringen, Hindernisse überwinden, mit Wasser gefüllte C-Schlauchleitungen und Lkw Räder über eine gewisse Distanz ziehen.

Nach dem ersten Durchgang mit insgesamt 4 Trupps, wurde eine kurze Pause eingelegt, da der zweite, anschließende Durchgang unter Zeit durchgeführt wurde. Im Schnitt brauchten die Trupps pro Durchgang ca. 6 Minuten an Zeit und 110 – 130 bar Luft aus der Atemschutzflasche.

Insgesamt gab es durchweg positives Feedback über die Kombination aus Atemschutz und Fitness in einem Übungsdienst. Somit steht einer Wiederholung nichts im Wege. 

Unwettereinsätze in Dahenfeld

Gewitterwolke

Am Abend des 9. August wütete das Sturmtief YAP auch im Heilbronner Land. Um 21:14 Uhr wurde die Einsatzabteilung Dahenfeld zur Wachbesetzung ins Feuerwehrhaus einberufen. Bereits 2 Minuten später ging schon der erste Alarm ein, welchen die Kräfte direkt anfuhren. Dieser musste allerdings unterbrochen werden, da in Neckarsulm zunächst ein Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr gemeldet war und auf Grund der Unwetterlage, wurden alle Einheiten dorthin beordert. Die Anfahrt nach Neckarsulm konnte jedoch abgebrochen werden.

Danach arbeitete die Abteilung Dahenfeld mehreren Einsatzstellen (zum Teil auch zeitgleich) bis ca. 2 Uhr ab:

  • Dieselstraße:

Hier wiesen gleich mehrere Industriegebäude und ein Wohnhaus starke Sturmschäden auf.

Der Sturm riss auf einem Dach aufgestellte Photovoltaikplatten ab, welche dann noch mehrere Meter durch die Gegend geschleudert wurden. Hier musste unter anderem auch die Elektrofachgruppe und die Drehleiter aus Neckarsulm aktiv werden, da die komplette Anlage auf dem Dach abgeschaltet werden musste, um weitere Schäden vorzubeugen.
Auch am angrenzenden Gebäude hatten sich mehrere Bleche auf dem Dach gelöst, welche aber über die Steckleiter gesichert werden konnten.
Auf dem Dach eines weiteren Firmengebäudes sammelte sich eine große Menge Wasser, da alle Abflüsse verstopft waren. Das Wasser bahnte sich dann seinen Weg ins Innere der Halle. Auch hier musste das komplette Gebäude stromlos geschalten werden.
Ebenfalls in der Dieselstraße hatte es Teile eines Daches eines Wohnhauses abgedeckt. Um Weiteres Wasser eintreten zu vermeiden wurde unter Verwendung der Drehleiter das Dach provisorisch mit einer Plane gesichert.

  • Schaubergstraße / Im Grund:

Hier hatte der Wind zwei Dachfenster aus der Verankerung gerissen und aufs Dach geworfen, welches dadurch auch beschädigt wurde. Hier kam der Abt. Dahenfeld das HLF aus Neckarsulm zur Hilfe und übernahm diese Einsatzstelle.
Des Weiteren hatte es in der Schaubergstraße bei einem Wohnhaus einige Ortgang- und Firstziegel abgedeckt, welche mit Hilfe der Drehleiter wiedereingesetzt werden konnten.
Zusätzlich hatte der Sturm einen Baum umgerissen, welcher beim darunter parkenden Pkw schwere Schäden verursachte.

  • K2003 Richtung Brambacher Hof:

Auf der Verbindungstraße zwischen Dahenfeld und dem Brambacher Hof war ein Baum und mehre größere Äste auf die Fahrbahn gestürzt. Der Baum wurde zersägt und die Straße wieder frei geräumt.

  • Kirschenbucht / Waldweg Richtung Neckarsulm:

Auf dem Waldweg Richtung Neckarsulm hatte der Sturm eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Hier sind gleich mehrere dutzend Bäume umgestürzt oder sogar entwurzelt worden, darunter auch ein älterer Kastanienbaum an der Kirschenbucht. Der Weg wurde durch die Einsatzkräfte temporär gesperrt, bis die Aufräumungsarbeiten abgeschlossen sind.

Weitere Sicherungsmaßnahmen wurden in der Erlenbacher Straße und in den Sportanlagen getroffen, da hier gleich mehrere Bäume dem Sturm zum Opfer gefallen waren. Einer der Bäume zerstörte beim Sturz die Glasscheiben der Kabine der Ersatzbank.


Überdies wurde die Abteilung auch am Folgetag zu mehreren Aufräumarbeiten im Stadtkreis Neckarsulm alarmiert. Der letzte Unwettereinsatz kam dann am Sonntag 11. August um 1.30 Uhr. Ein größerer Ast musste auf der K2003 beseitigt werden.

Abteilungsversammlung Dahenfeld 2019

Am 01. April kam die Abt. Dahenfeld in der Feuerwache zusammen, um gemeinsam auf das letzte Jahr zurückzublicken.

Geladene Gäste waren neben der Einsatzabteilung und dem Alterszug auch der Ortsvorsteher Johann Habla, sowie der Gesamtkommandant der Neckarsulmer Wehr Wolfgang Rauh und seine Stellvertreter Markus Kiy und Ludwig Zoll, ebenso wie der Jugendwart Dominik Häberlen.

Der Abteilungskommandant Frank Seitz schilderte in einem kurzen Rückblick ein paar der 22 Einsätze, die die 32 mannstarke Einsatzabteilung im Jahr 2018 bewältigt hatte. Neben einigen Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen, fuhr die Feuerwehr auch nach Heilbronn, um bei der damamligen Unwetterlage die dortige Berufsfeuwehr zu unterstützen. Aber auch in Dahenfeld rückte sie zu ein em Brand im Wäldchen am Backhausweg aus.

Brand an einer verlassenen Hütte neben dem Kindergarten

Ebenfalls unterstütze die Abteilung auch die Kollegen vom Rettungsdienst und die Kameraden aus Neckarsulm bei ihrer Arbeit.

In 24 Übungsdiensten im vergangenen Jahr probten die Helfer mehrere unterschiedliche Einsatzszenarien, wie Wasserförderung über lange Wegstrecken, klassische Brandbekämpfung , sowie technische Hilfeleistung und erste Hilfe.

Simulierter Waldbrand – Wasserförderstrecke ca. 3km

Darüber hinaus besuchte man den THW Ortsverband in Widdern und bildete sich weiter durch Vorträge der PSNV Gruppe aus Neckarsulm.
Die Führung der Abteilung bedankte sich für das zahlreiche Teilnahme an den Übungsdiensten.

Johann Habla bedankte sich in seiner Ansprache für den geleisteten Dienst für die Sicherheit der Bevölkerung und hob die gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat hervor, welcher im vergangenen Jahr der Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges (Gerätewagen Transport) zugestimmt hatte. Ebenso wünschte er eine mögliche einsatzfreie Zeit.

Wolfgang Rauh bedankte sich ebenfalls für die Unterstützung aus Dahenfeld bei diversen Einsätzen. Ebenso sei er aber auch froh, dass die Einsatzzahlen, verglichen zum Vorjahr zurück geangen sind, da mann das Ehrenamt Feuewehrmann auch nicht überstrapazieren sollte, so Rauh. Darüber hinaus wies er darauf hin, dass wegen vollen Auftragsbüchern und Lieferengpässen, das neue Fahrzeug wahrscheinlich nicht vor Dezember 2019 fertiggestellt sei.

Darauf folgten die Auszeichnungen und Ehrungen:

  • Tim Zartmann wurde nach einem Jahr Dienst zum Feuerwehrmann befördert, außerdem absolvierte er die Schulungen:
    • Truppmannausbildung 1 Teil Rettung
    • Sprechfunker
  • Marius Keicher wurde nach drei Jahren Dienst zum Oberfeuerwehrmann befördert.
  • Robert Lang und Thomas Heinrich erhielten eine Auszeichnung für 15 Jahre aktiven Dienst.

Es folgte der Bericht des Kassiers Matthias Heinrich, welcher danach einstimmig entlastet wurde.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ erinnerte Frank Seitz und Bennjamin Eble (Stellv.) auch nochmals an den Launch des Websitenbereiches der Abteilung im Spätsommer letztens Jahres durch Rico Kraft, sowie die kürzliche Erstellung eines Instagram Accounts, auf dem man alles rund um die drei Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Neckarsulm finden kann.

Danach ließ man den Abend gemütlich in gemeinsamer Runde bei Speis und Trank ausklingen.

Zugübung fordert Einsatzkräfte

Am 11. März fand eine Zugübung auf dem landwirtschaftlichen Hof von Ansgar Kühner in Dahenfeld statt. Einsatzkräfte aus allen drei Abteilungen (Dahenfeld, Neckarsulm, Obereisesheim) wurden im Thema Technische Hilfeleistung gefordert.

Für die ersteintreffenden Kräfte stellte sich folgende Lage dar: Radlader fuhr gegen PKW. Nach dem Zusammenstoß konnte ein Mähdrescher nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der PKW wurde zwischen Radlader und Mähdrescher verkeilt. Im PKW wurden zwei Personen eingeklemmt. Der Fahrer des Mähdreschers erlitt in Folge des Verkehrsunfall einen Herzinfarkt.

Nach Lageerkundung des Zugführers und kurzer Besprechung mit dem Führungspersonal, wurden die Fahrzeuge auf die Einsatzabschnitte eingeteilt.

Einsatzabschnitt 1: Hier war das LF10 Dahenfeld mit dem RW Neckarsulm für die Befreiung der beiden verletzten Personen aus dem verunfalltem PKW eingesetzt. Zuerst musste ein Zugang ins Innere des PKW geschaffen werden. Zeitgleich wurden Sicherungsmaßnahmen am Radlader vorgenommen. Mit hydraulischen Rettungsgeräten konnten die Personen schonend und zügig befreit werden.

Einsatzabschnitt 2: Das LF10 Obereisesheim und das HLF Neckarsulm mussten die Rettung des Mähdrescherfahrer übernehmen. Der erste Trupp leitete sofort eine Reanimation in der Kabine des Mähdreschers ein. Hierbei zeigte sich die Schwierigkeit der beengten Platzverhältnisse im Inneren. Die restlichen Einsatzkräfte bereiteten in dieser Zeit am Aufstieg des Mähdreschers den Aufbau einer Plattform vor. Auch hier wurde die Rettung des Fahrers zügig durchgeführt.

Einsatzabschnitt 3: Während der Rettungsarbeiten wurde dann von der Übungsleitung mit Hilfe einer Nebelmaschine ein Brand im Heckbereich des Mähdreschers simuliert. Hier wurden mehrere Trupps mit Atemschutz eingesetzt, da während der Löscharbeiten ein simulierter Atemschutznotfall mit eingebaut wurde. Auch hier musste wieder eine Rettungsplattform am Aufstieg gebaut werden um dann mittels Schleifkorbtrage die Rettung durchzuführen.  Somit waren die eingesetzten Kräfte im Einsatzabschnitt 2 doppelt gefordert.

Im Anschluss hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, einen Mähdrescher mal aus der Nähe zu betrachten.

Ein Dankeschön an Ansgar Kühner der uns seinen Hof und die Maschinen zur Verfügung gestellt hat und die Firma Postupka für das Bereitstellen eines PKW.

Fachgruppe Elektro in Dahenfeld

Im regulären Übungsdienst stellte sich die Fachgruppe Elektro in der Abteilung Dahenfeld vor. Siegfried Kern erläuterte die Themen Elektrofahrzeuge, Gefahren an der Einsatzstelle durch Strom, Vorgehensweise der Fachgruppe an der Einsatzstelle  und der richtige Umgang der elektrisch betriebenen Geräte auf dem LF 10 am Standort Dahenfeld.

Beim Thema Elektrofahrzeuge, das in Zukunft die Feuerwehren immer mehr vor Herausforderungen stellt, verfügt die Feuerwehr Neckarsulm schon heute über eine sogenannte Batterie Endladeeinheit. Die ermöglicht es  bei Unfällen mit E-Fahrzeugen die vorhandene Batterie fachgerecht Vorort zu prüfen und dementsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Auch bei der Prüfung von Hausinstallation Leitungen und Steckdosen kann die Fachgruppe auf Modernste Messtechnik zurückgreifen. Gerade bei Unwetterlagen kann hier in kürzester Zeit eine vorhandene Hausinstallation auf Defekte geprüft und somit die Sicherheit für die Einsatzkräfte sicher gestellt werden.

Die Feuerwehr Abteilung Dahenfeld bedankt sich bei Siegfried Kern für den interessanten Themenabend.

Belastungen und Stresssituationen an der Einsatzstelle

Zum Thema „Belastungen und Stresssituationen an der Einsatzstelle“ referierten Roland Schmitt (ASB Heilbronn) und Karin Rauh (Feuerwehr Neckarsulm) im regulären Übungsdienst im Feuerwehrhaus Dahenfeld.

Hierbei stellten die Referenten auch die 2008 gegründete  und unter dem Dach des ASB Heilbronn-Franken laufende PSNV-Gruppe (PSNV = Psychosoziale Notfallversorgung) Gruppe vor. Arbeitsabläufe der Gruppe nach schweren Ereignissen wurden hierbei erläutert und vorgestellt. Wie geht man nach solchen Ereignissen als Einsatzkraft mit sich und den Kameraden um? Was sind die typischen Symptome? Was kann ich im Einzelfall tun? Wer sind meine Ansprechpartner? Wie geht es nach dem Einsatz weiter? Alles wurde an diesem Übungsabend angesprochen und punktuell erklärt. Wichtige Erkenntnisse im Umgang mit Stresssituationen und was macht Stress eigentlich mit „jemandem“? Auch im Alltag, im Beruflichen oder in der Familie.

Insgesamt ein sehr interessanter und lehrreicher Übungsabend war es für alle Teilnehmer der Abteilung Dahenfeld.

Vielen Dank nochmals an Roland Schmitt und Karin Rauh

Link zur PSNV-Gruppe HN:  Hier klicken