Einweihung des Dahenfelder Feuerwehrhauses

Funktionales Schmuckstück für Dahenfeld

Als „bärenstark“ beurteilte Innenminister Reinhold Gall (SPD) das neue Feuerwehrhaus der Abteilung Dahenfeld, das mit offiziellen Gästen am Dienstag eingeweiht wurde: In elf Monaten Bauzeit ist für rund 1,4 Millionen Euro bei einem Landeszuschuss von 120.000 Euro eine modernes und architektonisch ansprechendes Flachdachgebäude mit 2130 Kubikmetern umbautem Raum entstanden, das laut Oberbürgermeister Joachim Scholz die Einsatzfähigkeit und Schlagkraft erheblich verbessert.

Das nagelneue Gebäude in der Dieselstraße 7 haben die Dahenfelder Feuerwehrleute mit 34 Mitgliedern in der Einsatzmannschaft, 18 in der Altersabteilung und vier in der Jugendfeuerwehr bereits Ende November 2015 bezogen. Es löst das 1974 in der Ortsmitte errichtete Domizil ab, das nach Oberbürgermeister Scholz „in keinster Weise mehr der Funktionalität und den Anforderungen gerecht wurde“ und nun abgebrochen werden soll, um „neue Perspektiven für innerörtliches Wohnen“ zu eröffnen. Kommandant Wolfgang Rauh wurde noch deutlicher: „Der Neubau war dringend notwendig, denn das alte Feuerwehrhaus war eigentlich nur eine bessere Garage.“ Schulungsräume, ein Lager oder der Platz für Übungen hätten gefehlt. Deshalb habe die Feuerwehr der Verwaltung 2011 vorgeschlagen, von einer zunächst anvisierten Aufstockung Abstand zu nehmen.

Im Januar 2014 hatte der Gemeinderat den Baubeschluss gefasst, im Sommer 2014 war der Landeszuschuss bewilligt worden.

Der zweigeschossige, im Stil zweier Kuben errichtete Neubau mit einer Nettogeschossfläche von 406 Quadratmetern und hohen, hellen Räumen im Gewerbegebiet „Mostäcker 2“ wurde nach Plänen des städtischen Hochbauamts sowie unter Mitarbeit von sieben Büros und 21 Handwerksbetrieben errichtet. Er bietet auch für das zweite Einsatzfahrzeug der Abteilung Platz, das in diesem Jahr beschafft werden soll.

Im Erdgeschoss befinden sich außerdem Räume für die Einsatzzentrale, eine Werkstatt mit Trockenraum, ein Technikraum sowie der Umkleide- und Sanitärbereich mit WCs. Im Obergeschoss ermöglicht ein 64 Quadratmeter großer Unterrichtsraum Schulungen und Fortbildungen. Darüber hinaus stehen eine kleine Küche, ein Lagerraum und Toiletten zur Verfügung.

„Das schöne funktionale Gebäude steht Dahenfeld gut zu Gesicht“, lobte Oberbürgermeister Scholz. Die im März 2015 abgeschlossenen Arbeiten am Rohbau hatten allerdings aufgrund der rosafarbenen Isolierplatten bis zum Beginn der Fassadenarbeiten für Heiterkeit in den Feuerwehrreihen gesorgt. Folglich erlaubte sich Stellvertreter Benjamin Eble den Spaß, Abteilungskommandant Frank Seitz und Kommandant Rauh dafür mit farblich angepassten Hemden zu belohnen. Ganz in Rot-Weiß wird sich das Feuerwehrhaus der Bevölkerung am 7. und 8. Mai mit einem Tag der offenen Tür vorstellen.

Text: stimme.de