Datum: 1. Juli 2026 um 16:01 Uhr
Einheiten und Fahrzeuge:
- Abteilung Neckarsulm: KdoW II, LF 10, DL(A)K 23/12, LF 20, HLF 20, WLF I, AB-Lösch
- Abteilung Obereisesheim: LF 10
Einsatzbericht:
Einsatzreicher Mittwoch für die Feuerwehr Neckarsulm: Drei Paralleleinsätze fordern die Einsatzkräfte
Ein ereignisreicher Mittwoch stellte die Einsatzkräfte der Feuerwehr Neckarsulm vor besondere Herausforderungen: Nahezu zeitgleich forderten ein PKW-Brand auf der BAB 6, eine Notfalltüröffnung am Bahnhof Neckarsulm sowie eine ausgelöste Brandmeldeanlage im Gewerbegebiet Stiftsberg den Einsatz der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen.
Zunächst meldeten zahlreiche Anrufer ein brennendes Fahrzeug auf der Bundesautobahn A6 zwischen der Anschlussstelle Neckarsulm und dem Rastplatz Sulmtal. Bereits auf der Anfahrt war aus größerer Entfernung eine deutliche Rauchsäule sichtbar. Mit dem Eintreffen des Einsatzleiters vom Dienst (EvD) bestätigte sich die Meldung: Ein PKW stand in Vollbrand. Zudem hatte das Feuer bereits auf die aufgrund der anhaltenden Trockenheit stark ausgedörrte Vegetation der angrenzenden Böschung übergegriffen und drohte, sich auf ein benachbartes Stoppelfeld auszubreiten.
Die Besatzung des LF 20 nahm mit zwei C-Rohren den Löschangriff auf der Autobahn vor. Parallel unterstützten die nachgerückten Kräfte des HLF 1 von der querenden Landstraße aus die Brandbekämpfung mit einem weiteren C-Rohr. So konnten sowohl der Fahrzeugbrand als auch der Vegetationsbrand zügig unter Kontrolle gebracht werden. Der Abrollbehälter Lösch (AB-LÖSCH) stellte mit rund 10.000 Litern Wasser die erforderliche Löschwasserversorgung sicher. Die Feuerwehr Erlenbach stand währenddessen mit ihrem Tanklöschfahrzeug (TLF) sowie dem Mehrzweckfahrzeug (MZF) auf der Landstraße in Bereitstellung, musste jedoch nicht mehr tätig werden.
Noch während sich die ausgerückten Kräfte auf der Anfahrt zur Autobahn befanden, alarmierte die Integrierte Leitstelle Heilbronn zu einem Paralleleinsatz am Bahnhof Neckarsulm. Dort hatte sich eine Person in einer öffentlichen Toilette eingeschlossen und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Mithilfe speziellen Türöffnungswerkzeugs verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang und befreiten die Person aus ihrer misslichen Lage. Anschließend wurde sie zur weiteren Versorgung dem Rettungsdienst übergeben.
Ganz nach dem Grundsatz „Aller guten Dinge sind drei“ ertönten bereits um 13:48 Uhr erneut die Meldeempfänger. Eine Brandmeldeanlage im Gewerbegebiet Stiftsberg hatte ausgelöst und einen möglichen Brandausbruch gemeldet. Während sich der Einsatzleiter vom Dienst unmittelbar von der vorherigen Einsatzstelle auf den Weg machte, rückten das LF 10 und die Drehleiter von der Feuerwache sowie das LF 10 aus dem Ortsteil Obereisesheim zur Einsatzstelle aus. Nach einer intensiven Erkundung konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden – ein Auslösegrund war nicht festzustellen.
Drei zeitgleiche Einsätze sind auch für unsere einsatzerprobte Feuerwehr kein alltägliches Ereignis. Umso mehr zeigt dieser Nachmittag, dass sich unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte auch unter hoher Belastung aufeinander verlassen können und gemeinsam jede Herausforderung professionell bewältigen.